nein

Wortart: Partikel
Häufigkeit: ▮▮▮▮

Rechtschreibung

Worttrennung: nein
  • nein, nein; nein danke
  • oh nein oder o nein
  • Nein sagen oder nein sagen
  • das Ja und das Nein; mit [einem] Nein antworten; mit Nein stimmen; das ist die Folge seines Neins [Regel 81]

Bedeutungsübersicht

    1. drückt eine verneinende Antwort [auf eine Entscheidungsfrage] aus
    2. drückt [in Verbindung mit (Modal)partikeln] eine Bekräftigung der Ablehnung aus
  1. nachgestellt als [rhetorische] Frage bei verneinten Sätzen, auf die eine zustimmende Antwort erwartet wird, als Bitte oder Ausdruck leisen Zweifels; nicht wahr?
  2. leitet einen Ausruf des Erstaunens, der Überraschung, Freude o. Ä. ein
  3. zur steigernden Anreihung von Sätzen oder Satzteilen; mehr noch, sogar
  4. schließt einen Satzteil oder Satz an, in dem die vorangegangene Aussage verneint wird [und verstärkt diese Verneinung]
  5. (umgangssprachlich) drückt einen Zweifel aus; drückt aus, dass man etwas nicht glauben will; das ist doch nicht möglich

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu nein

aber nein, aber nicht doch, auf [gar] keinen Fall, ausgeschlossen, beileibe/bei Weitem/bestimmt nicht, Gott behüte/bewahre, in keiner Weise, keinesfalls, keineswegs, kein Gedanke, kommt nicht infrage, nicht im Entferntesten/Geringsten, nichts zu machen, niemals, nie [und nimmer]; (umgangssprachlich) [aber/ach] woher denn, gottbewahre, keine Spur, kommt nicht in die Tüte, nee, nicht die Spur, nö; (gehoben veraltend, häufig spöttisch) mitnichten

Antonyme

ja

Aussprache

Betonung: nein🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch nein, aus althochdeutsch ni = nicht und ein, eigentlich = nicht eins

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. drückt eine verneinende Antwort [auf eine Entscheidungsfrage] aus

      Beispiele

      • nein danke
      • »Bist du fertig?« – »Nein«

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • Nein/nein [zu etwas] sagen ([eine Sache] ablehnen)
      • nicht Nein/nein sagen können (zu gutmütig sein, um etwas abzulehnen)
    2. drückt [in Verbindung mit (Modal)partikeln] eine Bekräftigung der Ablehnung aus

      Beispiele

      • aber nein!
      • o nein!
  1. nachgestellt als [rhetorische] Frage bei verneinten Sätzen, auf die eine zustimmende Antwort erwartet wird, als Bitte oder Ausdruck leisen Zweifels; nicht wahr?

    Grammatik

    betont

    Beispiel

    du gehst doch jetzt noch nicht, nein?
  2. leitet einen Ausruf des Erstaunens, der Überraschung, Freude o. Ä. ein

    Grammatik

    unbetont

    Beispiel

    nein, so was!
  3. zur steigernden Anreihung von Sätzen oder Satzteilen; mehr noch, sogar

    Grammatik

    unbetont

    Beispiel

    Hunderte, nein Tausende von Kilometern
  4. schließt einen Satzteil oder Satz an, in dem die vorangegangene Aussage verneint wird [und verstärkt diese Verneinung]

    Grammatik

    betont oder unbetont

    Beispiel

    nein, das ist unmöglich
  5. drückt einen Zweifel aus; drückt aus, dass man etwas nicht glauben will; das ist doch nicht möglich

    Grammatik

    allein stehend; betont

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    nein, das darf nicht wahr sein!

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