ja
Wortart: Partikel
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- ja
Kleinschreibung:
- jaja̲, auch ja̲, ja̲!
- jawohl
- ja freilich; ja doch; aber ja; na ja; nun ja; ach ja
Großschreibung:
- das Ja und [das] Nein
- mit [einem] Ja antworten
- mit Ja oder [mit] Nein stimmen
- die Folgen seines Ja[s]
Groß- oder Kleinschreibung:
- Ja oder ja sagen
- Ja und Amen oder ja und amen sagen (umgangssprachlich)
Bedeutungsübersicht
- nachgestellt bei [rhetorischen] Fragen, auf die eine zustimmende Antwort erwartet wird, als Bitte, Ausdruck leisen Zweifels oder Bestätigung; nicht wahr?
- drückt im Aussagesatz eine resümierende Feststellung aus, weist auf etwas Bekanntes hin oder dient der Begründung für ein nicht explizites Geschehen oder für etwas Allgemeingültiges; doch, bekanntlich
- drückt im Aussage-, Ausrufesatz Erstaunen über etwas oder Ironie aus; wirklich; tatsächlich
- einschränkend, meist in Korrelation mit »aber«; zwar
- in Aufforderungssätzen als Ausdruck dringender Mahnung; unbedingt, ganz bestimmt; auf jeden/keinen Fall
- zur steigernden Anreihung von Sätzen oder Satzteilen; mehr noch; sogar; um nicht zu sagen
Wussten Sie schon?
Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.Synonyme zu ja
- aber ja, aber sicher, abgemacht, auf jeden Fall, bestimmt, einverstanden, gewiss [doch], jawohl, [na] klar, natürlich, selbstverständlich, sicher; (umgangssprachlich) gebongt, [geht] in Ordnung, okay; (salopp) geritzt; (besonders süddeutsch) freilich; (veraltend) sehr wohl
- bekanntlich, doch, wie bekannt ist, wie man weiß; (Papierdeutsch) bekanntermaßen
- doch, tatsächlich, wirklich
- wohl, zwar
- auf jeden Fall, ganz bestimmt, nur, um jeden Preis, unbedingt, unter allen Umständen; (umgangssprachlich) bloß
- geradezu, man kann sogar sagen, mehr noch, sogar, um nicht zu sagen
- allerdings, in der Tat
Herkunft
- mittelhochdeutsch, althochdeutsch jā, Herkunft ungeklärt
Bedeutungen, Beispiele und Wendungen
- drückt eine zustimmende Antwort auf eine Entscheidungsfrage aus
Beispiele
- »Kommst du?« – »Ja«
- »Habt ihr schon gegessen?« – »Ja«
- »Möchten Sie keinen Kaffee?« – »Doch, ja«
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
Ja/ja zu etwas sagen (einer Sache zustimmen: zu allen Plänen sagt er Ja, aber ob er sie nachher durchführen kann, ist noch sehr die Frage) - drückt in Verbindung mit einem Modaladverb [freudige] Bekräftigung aus
Beispiele
- ja gewiss, ja sicher, ja gern
- o ja!
- aber ja doch!
- drückt eine zustimmende Antwort auf eine Entscheidungsfrage aus
- nachgestellt bei [rhetorischen] Fragen, auf die eine zustimmende Antwort erwartet wird, als Bitte, Ausdruck leisen Zweifels oder Bestätigung; nicht wahr?
Grammatik
- betont
Beispiele
- du bleibst doch noch ein bisschen, ja?
- es wird doch alles in Ordnung sein, ja?
- drückt im Aussagesatz eine resümierende Feststellung aus, weist auf etwas Bekanntes hin oder dient der Begründung für ein nicht explizites Geschehen oder für etwas Allgemeingültiges; doch, bekanntlich
Grammatik
- unbetont
Beispiele
- ich komme ja schon
- das habe ich ja gewusst
- du kennst ihn ja
- sie kommt ja immer zu spät
- er kann sichs ja leisten
- drückt im Aussage-, Ausrufesatz Erstaunen über etwas oder Ironie aus; wirklich; tatsächlich
Grammatik
- unbetont
Beispiele
- es schneit ja
- er hat das Spiel ja (doch tatsächlich) verloren
- da seid ihr ja [endlich]!
- (umgangssprachlich ironisch) das kann ja heiter werden (man wird mit mancherlei Schwierigkeiten o. Ä. rechnen müssen)
- (umgangssprachlich ironisch) das ist [mir] ja eine schöne Bescherung! (ist eine höchst unangenehme Sache!)
- er hat sich ja mächtig angestrengt
- einschränkend, meist in Korrelation mit »aber«; zwar
Grammatik
- unbetont
Beispiele
- ich möchte ja, aber ich kann nicht
- der Wagen ist ja schön, aber viel zu teuer
- sie mag ja recht haben
- drückt im Aussagesatz eine resümierende Feststellung aus, weist auf etwas Bekanntes hin oder dient der Begründung für ein nicht explizites Geschehen oder für etwas Allgemeingültiges; doch, bekanntlich
- in Aufforderungssätzen als Ausdruck dringender Mahnung; unbedingt, ganz bestimmt; auf jeden/keinen Fall
Grammatik
- betont
Beispiele
- lass das ja sein!
- erzähl das ja nicht weiter!
- zieh dich ja warm an!
- zur steigernden Anreihung von Sätzen oder Satzteilen; mehr noch; sogar; um nicht zu sagen
Grammatik
- unbetont
Beispiel
ich schätze [ihn], ja verehre ihn - reiht einen Satz an, in dem konzessiv Bezug auf vorangegangene Aussagen oder Gedanken genommen wird; allerdings
Grammatik
- betont oder unbetont
Beispiele
- ja, das waren noch Zeiten!
- ja, wenn ich das gewusst hätte!
- bestätigt die Berechtigung einer vorangegangenen Frage
Grammatik
- betont oder unbetont
Beispiel
Was das soll? Ja, was soll das eigentlich?
- reiht einen Satz an, in dem konzessiv Bezug auf vorangegangene Aussagen oder Gedanken genommen wird; allerdings
- dient dazu, sich am Telefon zu melden
Grammatik
- allein stehend
Gebrauch
umgangssprachlich
Beispiel
ja [bitte]? (wer ist dort?; was wünschen Sie?; hallo!) - drückt einen Zweifel, eine Frage aus, wenn man etwas nicht verstanden hat oder nicht glauben will
Grammatik
- allein stehend
Gebrauch
umgangssprachlich
Beispiel
ja? (wie bitte?; tatsächlich?)
- dient dazu, sich am Telefon zu melden
