grö­len

Wortart: schwaches Verb
Gebrauch: umgangssprachlich abwertend
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯

Rechtschreibung

Worttrennung: grö|len

Bedeutungsübersicht

  1. (besonders von Betrunkenen) laut und misstönend singen oder schreien
  2. laut in nicht sehr schöner Weise singend [oder schreiend] von sich geben

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Synonyme zu grölen

brüllen, kreischen, lärmen, randalieren, schreien; (abwertend) johlen, plärren; (oft abwertend) ein Geschrei erheben; (umgangssprachlich abwertend) ein Geschrei veranstalten, [herum]krakeelen

Aussprache

Betonung: grölen🔉

Herkunft

aus dem Niederdeutschen < mittelniederdeutsch grālen = laut sein, lärmen, zu Gral, eigentlich = lärmendes Turnierfest im späteren Mittelalter in niederdeutschen Städten

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich gröleich gröle 
 du grölstdu grölest gröl, gröle!
 er/sie/es grölter/sie/es gröle 
Pluralwir grölenwir grölen 
 ihr gröltihr grölet 
 sie grölensie grölen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich grölteich grölte
 du gröltestdu gröltest
 er/sie/es grölteer/sie/es grölte
Pluralwir gröltenwir grölten
 ihr gröltetihr gröltet
 sie gröltensie grölten
Partizip I grölend
Partizip II gegrölt
Infinitiv mit zu zu grölen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. (besonders von Betrunkenen) laut und misstönend singen oder schreien

    Beispiele

    • die Betrunkenen grölten vor dem Wirtshaus
    • die Zuschauer grölten vor Begeisterung
    • <häufig im 1. Partizip>: eine grölende Menge
  2. laut in nicht sehr schöner Weise singend [oder schreiend] von sich geben

    Beispiel

    die Menge grölte alte Trinklieder

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