Texte einfach online prüfen

Noch Fragen?

Zusammen­setzungen mit „-leute/­-männer“

Lauter nette Leute hat man gerne. Aber bei manchen Zusammensetzungen wie z. B. Kameramann oder Feuerwehrmann kann man auch ins Grübeln kommen, ob man im Plural tatsächlich von -leuten oder nicht doch lieber von -männern sprechen sollte.

Bei Zusammensetzungen mit Mann als zweitem Bestandteil wechseln im Plural -männer und -leute. Wenn von Berufen, Ständen oder von Menschengruppen die Rede ist, die man – ohne Geschlechtsbezug – im Hinblick auf die Gemeinsamkeit ihres Tuns oder ihrer Funktion betrachtet, lautet der Plural -leute: Bergleute, Seeleute, Edelleute, Kaufleute. Demgegenüber betont -männer (stärker) Individualität und Geschlecht der angesprochenen Personen: Biedermänner, Ehrenmänner, Lebemänner, Hampelmänner, Strohmänner, Ehemänner (der Plural Eheleute bezeichnet Ehemann und Ehefrau zusammen).
Daneben gibt es eine Reihe von Komposita mit -mann, die beide Pluralformen zulassen, je nachdem, ob die Gesamtheit (-leute) oder die Individualität und das Geschlecht (-männer) stärker betont werden soll: Amtmänner und Amtleute, Dienstmänner und Dienstleute, Feuerwehrmänner und Feuerwehrleute, Geschäftsmänner (selten) und Geschäftsleute, Ersatzmänner und Ersatzleute, Fachmänner (selten) und Fachleute, Obmänner und Obleute, Kameramänner und Kameraleute, Kontaktmänner und Kontaktleute.
Hilfreiche Praxistipps für geschlechtergerechtes Formulieren finden Sie im kompakten Ratgeber Gendern – ganz einfach! von Gabriele Diewald und Anja Steinhauer. Und für alle, die es genauer wissen wollen, geben die Autorinnen im Handbuch geschlechtergerechte Sprache einen ausführlichen Überblick über das Thema Gendern mit vielen Anwendungsbeispielen.

Alle Artikel in Gendern (14)

Die geschlechts­­über­­greifende Ver­­­wendung mas­ku­liner Formen

In der öffentlichen Diskussion um geschlechtergerechten Sprachgebrauch spielt der Ausdruck „generisches Maskulinum“ eine große Rolle. Gemeint ist damit die geschlechtsübergreifende Verwendung eines maskulinen Wortes wie der Arzt bzw. die Ärzte für alle Menschen mit diesem Beruf: Die Ärzte in Deutschland sind gut ausgebildet („Menschen aller Geschlechter mit der entsprechenden medizinischen Ausbildung“).

Geschlechter­gerechter Sprach­gebrauch

Bei Bezeichnungen wie die Antragsteller; alle Schüler; Kollegen ist sprachlich nicht eindeutig, ob nur auf Männer referiert wird oder ob auch andere ­Personen gemeint sind. Das Deutsche bietet eine Fülle an Möglichkeiten, geschlechtergerecht zu formulieren. Es gibt dafür allerdings keine Norm. Im aktuellen Rechtschreibduden geben wir einen Überblick über verschiedene Optionen.

Texte einfach online prüfen

Noch Fragen?
Danke, dass Sie Duden online nutzen!
Bitte schalten Sie Ihren Adblocker aus, um weiterhinuneingeschränktauf www.duden.de zugreifen zu können.
Adblocker ausschalten
Duden im Abo
Nutzen Sie Duden online ohne Werbung und Tracking auf allen Endgeräten für nur
1,99 €/Monat.
Bestellen