Profes­so­rinnen und Pro­fes­soren an­schreiben oder an­reden

Unsicherheit herrscht vielfach darüber, wie ein Professor oder eine Professorin korrekt angeredet oder angeschrieben wird. Empfehlungen hierzu erhalten Sie in diesem Abschnitt.

Verfassen Sie einen Brief an eine Professorin oder einen Professor, werden im Anschriftfeld alle Titel aufgeführt, wobei Professorin bzw. Professor abgekürzt und nach DIN 5008 in dieselbe Zeile wie der Name geschrieben wird:

Frau
Prof. Dr. Claudia Kaminski
XY-Universität

oder:

XY-Universität
Frau Prof. Dr. Claudia Kaminski

In der Briefanrede hingegen wird der Professorentitel immer ausgeschrieben. Im offiziellen Sprachgebrauch wird ein Professor mündlich und schriftlich als Herr Professor angeredet; den Namen kann man hinzufügen. Eine Frau wird als Frau Professor oder als Frau Professorin angesprochen; auch hier kann der Familienname zusätzlich genannt werden.

Hilfreiche Praxistipps für geschlechtergerechtes Formulieren finden Sie im kompakten Ratgeber Gendern – ganz einfach! von Gabriele Diewald und Anja Steinhauer. Und für alle, die es genauer wissen wollen, geben die Autorinnen im Handbuch geschlechtergerechte Sprache einen ausführlichen Überblick über das Thema Gendern mit vielen Anwendungsbeispielen.

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Geschlechtsneutrale Anrede: Gendern in Briefen und E-Mails

„Sehr geehrter“ oder „geehrte“? Oder sogar „geehrte(r)“? Sicher ist: Die Anrede muss sitzen – nicht nur bei Vornamen, die nicht eindeutig männlich oder weiblich sind, sondern auch im Hinblick auf weitere Geschlechtsidentitäten. Hier ein Tipp aus unseren Duden-Ratgebern, wie Sie die Situation elegant lösen.

Die Grußformel in Brief und E-Mail

Für die Grußformel am Ende eines Briefes oder einer Mail gibt es viele Möglichkeiten. Für welche man sich im Einzelnen entscheidet, hängt vom Charakter des Briefes und der persönlichen Vorliebe ab. Eine Regel zur Zeichensetzung muss aber immer beachtet werden.