Plural von „Mal“

Am häufigsten begegnen wir dem Wort Mal im Deutschen als Zähleinheit, es hat aber natürlich noch eine weitere, völlig andere Bedeutung.

Das Substantiv das Mal hat auch die Bedeutung „durch Verfärbung, Erhöhung oder Vertiefung sich abhebende Stelle, Zeichen, Markierung“. Dieses Wort, das hauptsächlich in Zusammensetzungen verwendet wird, hat zwei Pluralformen: die Male und die Mäler. In der Bedeutung „kennzeichnender Fleck, Verfärbung der Haut“ wird – vom regionalsprachlichen Gebrauch einmal abgesehen – in der Regel die nicht umgelautete Form die Male gebraucht: Sein Rücken war übersät von Muttermalen. Sie wies tatsächlich die typischen Wundmale an Händen und Füßen auf.

In den Bedeutungen „Denk-, Merkzeichen; Monument, Markierung“, in denen das Wort ebenfalls überwiegend als Zusammensetzung verwendet wird, kommen beide Pluralformen vor: Einige der Grabmale/Grabmäler waren in der Nacht verwüstet worden. Bis zum Nachmittag hatten wir den überwiegenden Teil der städtischen Denkmale/Denkmäler besichtigt.

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Zur Herkunft von „Grill“ und „Grille“

Was gibt es Schöneres, als im Sommer auf der Terrasse zu sitzen, etwas Schmackhaftes zu grillen und gleichzeitig im Garten die Grillen zirpen zu hören? Hier gehen wir der Frage nach, ob der Grill und die Grille auch etymologisch etwas miteinander zu tun haben.

Fachsprache – Alltagssprache

Kennen Sie auch jemanden, der sich gerne darüber beschwert, wenn Dinge nicht „korrekt“ bezeichnet werden? Dahinter steckt der hehre Anspruch, fachsprachliche Bezeichnungen auch im Alltag zu verwenden. Warum nicht jede Lampe eine Leuchte ist, aber man auch mal alle fünfe gerade sein lassen darf, lesen Sie hier.