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Pleite ohne Pech und Pannen

Mit einer Pleite, insbesondere der eigenen, beschäftigt sich niemand gern. Lassen Sie es uns dennoch kurz tun, zumindest aus sprachlicher Sicht.
Wie etliche andere Wörter aus dem monetären Bereich stammt auch Pleite aus dem Rotwelsch, der sogenannten „Gaunersprache“. Seit dem 18. Jahrhundert ist Blede machen belegt, das so viel wie „durchgehen, entfliehen“ bedeutet. Ursprung dafür war das hebräische Wort peleta, welches sich mit „Flucht, Rettung“ wiedergeben lässt. Eigentlich ist die Pleite also das Davonlaufen nach dem finanziellen Desaster, später bezeichnete sie in der Umgangssprache auch die Tatsache, dass das Geld verloren ist.

Damit Sie keine orthografische Pleite erleben, sollten Sie beachten, dass das Wort nicht nur als (großgeschriebenes) Substantiv, sondern auch als (kleingeschriebenes) Adjektiv auftreten kann. Deshalb schreibt man: Die Firma machte Pleite, aber: Die Firma ist pleite. In Verbindung mit gehen wird klein- und zusammengeschrieben: Die Firma wird bald pleitegehen; ... geht bald pleite.