Durch­schnitt­­liche Länge eines deutschen Wortes

Wie viele Buchstaben hat ein deutsches Wort im Durchschnitt? Die Antwort lautet: Es kommt drauf an! Weshalb man je nach Berechnungsgrundlage zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gelangen kann, erläutern wir in diesem Artikel.

Die durchschnittliche Länge eines deutschen Wortes ist vor allem eine Frage der Datengrundlage. Ein Wort im Rechtschreibduden beispielsweise umfasst im Schnitt 10,6 Buchstaben. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Anzahl der Stichwörter dabei auf die unterschiedlichen Wortlängen verteilt:

Grafik: Durchschnittliche Länge eines deutschen Wortes

Bei der durchschnittlichen Wortlänge im Dudenkorpus kommt man auch noch einmal zu unterschiedlichen Ergebnissen: 6,09 Buchstaben ergibt die Berechnung des Durchschnitts aller Wörter, also der mehr als 5 Milliarden Wortformen, die im Dudenkorpus vorkommen. Die relative Kürze folgt aus der Tatsache, dass die meisten Wörter in Texten einfache Wörter sind, z. B. „der“, „und“, „zu“ usw. (siehe dazu die Liste der häufigsten Wörter).

Nimmt man als Berechnungsgrundlage hingegen nur die unterschiedlichen Wörter, also die im Dudenkorpus verzeichneten knapp 17,4 Millionen Grundformen, so beträgt deren durchschnittliche Länge 12,73 Buchstaben. Die relative Länge der Grundformen ergibt sich aus der hohen Anzahl an Wortzusammensetzungen im Korpus.

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