Adjektive aus dem Englischen auf -y

In diesem Artikel dreht sich alles um die Flexion von Wörtern, die aus dem Englischen stammen und auf -y enden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Steigerung (Komparation) von Adjektiven.

Warum sind Fremdwörter deutsche Wörter? Weil sie nur im Deutschen funktionieren. So kann man etwa die konjugierte Form downloadest grammatisch korrekt nur in deutschen Sätzen verwenden, nicht aber in englischen. Das gilt auch für deklinierte Adjektive aus dem Englischen: Das ist eine faire Abmachung.

Die Adjektive aus dem Englischen auf -y jedoch funktionieren anscheinend sowohl in deutschen wie in englischen Sätzen: eine trendy Aufmachung – a trendy outfit; ein sehr sexy Schauspieler – a very sexy actor. Das liegt daran, dass solche Adjektive, anders als sonst im Deutschen üblich, nicht dekliniert werden. Allerdings scheinen uns die Deklinationsendungen doch ein wenig zu fehlen, denn viel häufiger (und wohl auch lieber) verwenden wir solche Adjektive (busy, crazy, easy, funky, groggy, sexy, trendy, tricky usw.) in Zusammenhängen, in denen auch im Deutschen nicht dekliniert würde, also prädikativ:

  • Die Aufmachung ist ganz schön trendy.
  • Der Schauspieler ist sehr sexy.
  • Oder adverbial: Die Aufmachung ist recht trendy designt. Der Schauspieler agiert sehr sexy.

Steigerung von Adjektiven aus dem Englischen

Das heißt freilich durchaus nicht, dass solche Adjektive im Deutschen überhaupt nicht flektiert würden. Man kann sie nämlich steigern, also Vergleichsformen bilden. Und die unterscheiden sich in einem Detail vom Englischen: -y- wird im Deutschen nicht wie im Englischen zu -ie-, etwa in:

  • Ihre Oma fand Götz George immer sexyer als Bruce Willis.
  • Nach dem Genusslauf war Ilona viel groggyer als nach dem Winterlauf.

Aber aufgepasst: Bisweilen werden in deutschen Texten Zitate aus dem Englischen verwendet. In diesen Zitaten bleibt es natürlich bei der englischen Schreibung mit -ie-: Das US-Magazin People kürte für das Jahr 2019 John Legend zum „Sexiest Man Alive“.

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