schie­len

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯

Rechtschreibung

Worttrennung: schie|len
Beispiel: sie schielt

Bedeutungsübersicht

  1. einen Augenfehler haben, bei dem die Blickrichtung eines oder beider Augen nach innen oder außen abweicht
    1. (umgangssprachlich) spähen
    2. (umgangssprachlich) verstohlen irgendwohin blicken

Synonyme zu schielen

Aussprache

Betonung: schielen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch schilhen, althochdeutsch scilihen, zu scheel

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
Präsens Indikativ Konjunktiv I Imperativ
Singular ich schiele ich schiele  
  du schielst du schielest schiel, schiele!
  er/sie/es schielt er/sie/es schiele  
Plural wir schielen wir schielen  
  ihr schielt ihr schielet  
  sie schielen sie schielen  
Präteritum Indikativ Konjunktiv II
Singular ich schielte ich schielte
  du schieltest du schieltest
  er/sie/es schielte er/sie/es schielte
Plural wir schielten wir schielten
  ihr schieltet ihr schieltet
  sie schielten sie schielten
Partizip I schielend
Partizip II geschielt
Infinitiv mit zu zu schielen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. einen Augenfehler haben, bei dem die Blickrichtung eines oder beider Augen nach innen oder außen abweicht

    Beispiel

    stark, leicht [auf einem Auge] schielen
    1. spähen

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiel

      durchs Schlüsselloch schielen
    2. verstohlen irgendwohin blicken

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiele

      • nach der Tür schielen
      • <in übertragener Bedeutung>: er schielt nach ihrem Geld (hat es darauf abgesehen)

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