Spitzbube, der
Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit:
Bedeutungen
- [gerissener] Dieb, Betrüger, Gauner
- (bezogen auf einen kleinen Jungen) Frechdachs, Schelm
- [Herkunft ungeklärt] (süddeutsch, österreichisch) Gebäck, das aus zwei bzw. drei mit Marmelade aufeinandergeklebten einzelnen Plätzchen besteht
Synonyme zu Spitzbube
- Bandit, Betrüger, Dieb, Krimineller, Preller, Übeltäter, Verbrecher; (abwertend) Bauernfänger, [Erz]gauner, [Erz]halunke, Lump, Schuft, Schurke, Schwindler, Strolch; (umgangssprachlich abwertend) Ganove; (österreichisch umgangssprachlich) Falott; (veraltend) Bösewicht, Defraudant; (österreichisch veraltend) Galerist; (scherzhaft veraltend) Lumpazi[us]; (veraltet) Schelm; (veraltet abwertend) Strauchdieb
- Schelm; (gehoben) Frechling; (umgangssprachlich) Galgenstrick, Gauner, Lausbub, Schlawiner, Schlitzohr; (österreichisch umgangssprachlich) Rotznigel, Schlankel; (salopp) freches Luder; (familiär) Bengel, Racker; (scherzhaft) Halunke, Schlingel; (familiär scherzhaft) Strolch; (familiär, meist scherzhaft) Frechdachs; (scherzhaft, auch abwertend) Filou; (umgangssprachlich abwertend) Lausebengel, Lausejunge; (salopp abwertend) Lausekerl, Lauselümmel; (derb abwertend) Rotzbengel, Rotzjunge, Rotzlöffel, Rotznase; (österreichisch und süddeutsch derb abwertend) Rotzbub; (norddeutsch) Kötel; (landschaftlich) Striezel; (landschaftlich familiär) Lauser; (süddeutsch und österreichisch, meist scherzhaft) Bazi
Aussprache
- Betonung:
- Spịtzbube
- Lautschrift:
- [ˈʃpɪt͜sbuːbə]
Herkunft
- ursprünglich = Falschspieler, zu ↑spitz in der veralteten Bedeutung »überklug, scharfsinnig«
Grammatik
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Spitzbube | die Spitzbuben |
| Genitiv | des Spitzbuben | der Spitzbuben |
| Dativ | dem Spitzbuben | den Spitzbuben |
| Akkusativ | den Spitzbuben | die Spitzbuben |

