Hal­de, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯

Rechtschreibung

Worttrennung: Hal|de

Bedeutungsübersicht

  1. (gehoben) [sanft] abfallende Seite eines Berges oder Hügels, Bergabhang
    1. (Bergbau) künstliche Aufschüttung von Schlacke oder tauben Gesteinsmassen
    2. Aufschüttung von [zurzeit] nicht verkäuflichen [Kohle]vorräten

Synonyme zu Halde

Aussprache

Betonung: Hạlde🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch halde, althochdeutsch halda = Abhang, Substantivbildung zu einem germanischen Adjektiv mit der Bedeutung »geneigt, schief, schräg« und eigentlich = die Schiefe

Grammatik

  Singular Plural
Nominativ die Halde die Halden
Genitiv der Halde der Halden
Dativ der Halde den Halden
Akkusativ die Halde die Halden

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. [sanft] abfallende Seite eines Berges oder Hügels, Bergabhang

    Gebrauch

    gehoben

    Beispiel

    eine lichte Halde
    1. künstliche Aufschüttung von Schlacke oder tauben Gesteinsmassen

      Gebrauch

      Bergbau

      Beispiel

      alte Halden begrünen
    2. Aufschüttung von [zurzeit] nicht verkäuflichen [Kohle]vorräten

      Beispiele

      • die Halden zum Verkauf in revierferne Gebiete verlagern
      • <in übertragener Bedeutung>: Halden (große Lager) unverkaufter Ware

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • auf Halde (auf Lager, in Vorrat: eine große Zahl von auf Halde befindlichen Wagen)
      • auf Halde liegen (umgangssprachlich: zur Verwendung bereitliegen: der Plan, das Projekt liegt auf Halde)
      • etwas auf Halde legen (umgangssprachlich: etwas verschieben: die Änderungen werden erst einmal auf Halde gelegt)

Blättern

↑ Nach oben