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Weihnachten – linguistisch betrachtet

Was wir mit Weihnachten verbinden, das spiegelt sich zwangsläufig in der Sprache wider. Deshalb haben wir in unserer elektronischen Textsammlung, dem „Duden-Korpus“, das eine große Menge unterschiedlichster Textsorten (Romane, Zeitungsartikel etc.) enthält, nach den häufigsten sprachlichen Partnern des Substantivs Weihnacht[en] gesucht. Bei den attributiven Adjektiven stehen frohe Weihnachten mit Abstand an erster Stelle, gefolgt von weißen, fröhlichen und schönen Weihnachten. Etwas weniger häufig trifft man auch stille, ruhige und gesegnete Weihnachten an.
Auch in Zusammensetzungen ist das Substantiv – besonders als Bestimmungswort – sehr produktiv. Den ersten Platz belegt hier der Weihnachtsmann, dicht gefolgt vom Weihnachtsmarkt. Aber auch das Weihnachtsgeld, das Weihnachtsgeschäft und der Weihnachtsbaum sind in aller Munde. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.
Auf der anderen Seite sind Wald-, Kriegs-, Kinder- und Familienweihnacht[en] besonders oft in Texten vertreten. Die absoluten Zahlen zeigen allerdings, dass sie es alle zusammen in der Häufigkeit bei Weitem nicht mit dem Weihnachtsmann aufnehmen können.
Übrigens gehen mehrere Adjektive und sogar ein Verb auf das Substantiv zurück. Als weihnachtlich wird in erster Linie die Stimmung charakterisiert, sehr oft aber auch die Musik, ein Konzert, ein Lied, eine Geschichte oder der Glanz. Auf den Plätzen folgen Gabentisch, Frieden, Klang, Vorfreude und Bescherung. Neben allem Weihnachtlichen gibt es natürlich auch vor- und nachweihnachtliche und – was meist eher verdrießlich stimmt – unweihnachtliche Dinge. Besser ist es doch, wenn es weihnachtet, wie es sich gehört, nämlich sehr.