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Starke und schwache Verben

Bei der Beugung der deutschen Verben unterscheidet man je nach ihrer Bildung zwischen schwacher und starker Beugung (daneben gibt es noch unregelmäßige Mischformen).
Die schwachen Verben bilden ohne Veränderung des Stammvokals das Präteritum mit -(e)t- und fügen zur Bildung des Partizips II das Präfix ge- hinzu, wie kaufen, kaufte, gekauft.
Starke Verben haben im Präteritum und zum Teil auch im Partizip II einen anderen Stammvokal als im Infinitiv. Neben dem Vokalwechsel in der Stammsilbe ist ein zweites wichtiges Merkmal der starken Verben auch das Suffix –en im Partizip II. Beispiele für starke Verben sind etwa singen, sang, gesungen – laufen, lief, gelaufen – blasen, blies, geblasen.

Doch zurück zur schwachen Konjugation und unserem Verb kaufen. Da kaufen ein schwaches Verb ist, kann in der 2. und 3. Person Singular kein Umlaut eintreten. Die Formen mit Umlaut du käufst, er käuft sind zwar in einigen Dialekten gebräuchlich, gelten aber standardsprachlich als nicht korrekt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Verb fragen. Auch hier hört man in verschiedenen Regionen oft die Formen du frägst, er frägt, korrekt sind aber nur du fragst, er fragt. Übrigens wird die aus dem Niederdeutschen stammende starke Form frug, die im 19. Jahrhundert vorübergehend auch in der Literatur häufiger auftrat, heute nur noch sehr selten und überwiegend regionalsprachlich gebraucht.