Komma bei nach­gestellten Erläu­terung­en

Hier soll ein Frettchen ruhig ganz unbekümmert, d. h. verspielt herumtollen. Und das nur, damit wir uns überlegen können, ob denn in diesem Fall hinter verspielt ein Komma zu setzen ist oder nicht.

Nachgestellte Erläuterungen werden normalerweise in Kommas eingeschlossen: Das Frettchen, ganz unbekümmert und verspielt, tollt herum.

Das zweite Komma fällt aber weg, wenn die nachgestellte Erläuterung zwischen Teilen des Prädikats steht und zugleich eine Erläuterung zu diesem Prädikat darstellt: Das Frettchen war erst zufrieden, nachdem es zwei Stunden lang in Bewegung gewesen, d. h. herumgetollt war. In diesem Beispiel steht die nachgestellte Erläuterung d. h. herumgetollt zwischen den Prädikatsteilen gewesen und war und sie erläutert das Prädikat näher: Was bedeutet in Bewegung sein für das Frettchen? Herumtollen.

Das schließende Komma entfällt auch dann, wenn die nachgestellte Erläuterung zwischen einem Attribut (unbekümmertes) und seinem Bezugswort (Frettchen) steht: Hier tollt ein unbekümmertes, d. h. verspieltes Frettchen herum.

Alle Artikel in Zeichensetzung (32)

„nur wenn“ – mit oder ohne Komma?

Gelegentlich treffen das Wörtchen nur und die Konjunktion wenn aufeinander und bereiten vielen Menschen Kopfzerbrechen: Was tun, wenn man nicht weiß, ob und wo bei Sätzen mit „nur“ und „wenn“ ein Komma zu setzen ist? In diesem Artikel erfahren Sie mehr.

Klammern und Binde­strich bei der Wort­trennung

Was zusammengesetzt ist, muss gelegentlich auch wieder getrennt werden, z. B. zusammengesetzte Wörter am Zeilenende. Wie man dabei Wörter mit eingeklammertem Bestandteil behandelt, erklären wir in diesem Artikel.