Groß- oder Klein­­schreibung von Grund­zahlen

Zugegeben, in einem Ausdruck wie Den Kies, die Kohle, die Asche, die Flocken wollten jene sieben hilft auch die Regelung zur Groß- und Kleinschreibung nicht recht dabei, zu unterscheiden, ob hier mit sieben das Verb oder die Grundzahl gemeint ist. Bei den sieben/Sieben Bergen allerdings hilft die Regelung schon.

Grundzahlen schreibt man in der Regel klein: Die Bergsteiger streckten am Rande des Eisfeldes erschöpft alle viere von sich. Jetzt war es fünf vor zwölf und die zwei mussten wieder bei null beginnen. Um sechs haben die sieben in der Linie acht schlüpfrige Lieder gegrölt. Ohne Mehrwertsteuer macht das einundzwanzig dreißig. Schon mit vier hat Lena Geige geübt, hat aber null Komma nichts gebracht.

Groß schreibt man Zahlwörter hingegen als Bezeichnung einer Ziffer: Heini ist ja so eine Null: Jetzt hat er doch schon wieder eine Sechs in der Biologieklausur geschrieben – in Ermangelung einer schlechteren Note. Soll ich hier eine arabische Acht verwenden oder eine römische? Von einer römischen Acht spricht man doch wohl nur, wenn man in Rom eine Acht im Rad hat, oder? Aber dann kann man ja mit der Vierzehn zur Jugendherberge zurückfahren (aber: mit der Linie vierzehn). Groß schreibt man Grundzahlen auch in mehrteiligen Eigennamen: Die Sieben Berge sind eine Landschaft in Niedersachsen. Aber: Schneewittchen bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen; die sieben Weltwunder; die sieben freien Künste (keine Eigennamen!).

Bisweilen kann nicht eindeutig entschieden werden, ob es sich um einen Eigennamen handelt oder nicht – dann kann die Grundzahl groß- oder kleingeschrieben werden: die fünf/Fünf Weisen (Sachverständigenrat).

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