Groß- oder Klein­schreibung von „das Ganze“

Wer nichts Halbes und nichts Ganzes zu bieten hat, stößt in der Regel auf wenig Gegenliebe. Wir hingegen bieten Ihnen gleich beides: Zunächst geht es ums Ganze, etwa um die Welt als ganze (oder Ganze oder ganzes oder Ganzes?).

Ziemlich klar ist, dass man ganz kleinschreibt, wenn es sich um ein attributives Adjektiv handelt: die ganze Welt, das ganze Land, die ganze Zeit usw. Auch noch recht leicht zu merken ist, dass man dagegen das substantivierte Adjektiv großschreibt: das große Ganze, im Großen und Ganzen, aufs Ganze gehen u. Ä.

Schwieriger wird es bei Ausdrücken wie die Welt als ganze/Ganze. Um etwas in seiner Gesamtheit auszudrücken, verwendet man die Substantivierung das Ganze in der Apposition. Demnach ist großzuschreiben: die Welt als Ganzes (auch möglich: als ganze [Welt]). Was den Kasus betrifft, so richtet sich diese Beifügung nach dem Bezugswort: von der Welt als Ganzem (nicht: als Ganzes).

Alle Artikel in Grammatik (215)

Das Komma zwischen gleichrangigen Sätzen

Sicher kennen Sie die Faustregel, dass vor und kein Komma zu setzen sei. Lesen Sie hier, warum es aber doch sinnvoll sein kann und worauf es bei der Kommasetzung in gleichrangigen Sätzen ankommt.

Einfach erklärt: „wart“ oder „ward“?

Die Verwechslung von „wart“ und „ward“ gehört zu den häufigsten Fehlern im geschriebenen Deutsch. Trotz gleicher Aussprache handelt es sich um zwei unterschiedliche Verben. Mit unserer Faustregel geht nichts mehr schief.