Jutta Allmen­dinger und Jan Wetzel suchen nach dem „Wir“-Gefühl in Deutsch­land

12.02.2020

Jutta Allmendinger und Jan Wetzel skizzieren eine neue Politik des Vertrauens, die nicht nur Teile der Gesellschaft, sondern alle dazu befähigt, die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam zu bewältigen. „Die Vertrauensfrage“ erscheint am 16. März 2020 im Dudenverlag.

PM 08022020 Vertrauensfrage

Steckt Deutschland in einer Vertrauenskrise? Die Politik scheint mit den Herausforderungen der Globalisierung überfordert, die Marktwirtschaft wird als korrupt wahrgenommen und den Massenmedien die Glaubwürdigkeit abgesprochen. Auch der soziale Zusammenhalt scheint zu bröckeln: Das große „Wir“ ist unter dem Eindruck verloren gegangen, dass die Überzeugungen, Werte und Ziele gesellschaftlicher Gruppen immer weiter auseinanderdriften. Das Vertrauen geht dabei nicht einfach verloren. Es wandert vom großen „Wir“ ins kleine: in Familie, Freundeskreise und soziale Milieus.

Welche Auswirkungen haben Faktoren wie Herkunft, Bildung und Alter auf das Vertrauen in sich und andere? Haben wir uns in den letzten Jahren vielleicht sogar zu einer „Gesellschaft der Angst“ entwickelt? Gemeinsam mit Jan Wetzel hat sich die renommierte Soziologin Jutta Allmendinger auf Spurensuche quer durch Deutschland begeben, um diese Fragen zu beantworten. „Die Vertrauensfrage – Für eine neue Politik des Zusammenhalts“ zeigt, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen als „Kitt“ einer Gesellschaft ist und skizziert politische Lösungsansätze, die aufzeigen, wie eine gesunde Vertrauensbasis wieder hergestellt werden kann.

Über das Autorenteam:

Jutta Allmendinger, geboren 1956, ist seit 2007 Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Honorarprofessorin für Soziologie an der Freien Universität Berlin. Seit 2017 gehört sie dem Herausgeberrat der Wochenzeitung DIE ZEIT an. Für ihre wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher, darunter „Das Land, in dem wir leben wollen“ (2017).

Jan Wetzel, geboren 1991, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am WZB. Er studierte Soziologie und Kommunikationswissenschaft in Dresden und Berlin. Daneben arbeitete er als freier Journalist für den öffentlich-rechtlichen Hörfunk. Seit 2014 ist er Mitarbeiter in dem Umfrageprojekt „Die Vermächtnisstudie“ und beschäftigt sich in diesem Rahmen mit den Zukunftsvorstellungen der Menschen in Deutschland.