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licht

Das Adjektiv licht stammt ebenso wie das gleichlautende Substantiv vom mittelhochdeutschen lieht, althochdeutschen lioht (= leuchtend, strahlend) ab. In der daraus abgeleiteten Bedeutung von viel Licht erhellt, voller Helligkeit gehört es heute überwiegend der gehobenen Sprache an: Man führte sie in einen lichten Raum mit wunderschönen alten Möbeln. Quasi eine Steigerungsform ist die Zusammensetzung helllicht: Das Verbrechen geschah am helllichten Tag. Ironisierend wird licht oft auch gebraucht, wenn man zum Ausdruck bringen will, dass jemand wider Erwarten vernünftig gehandelt hat: Ich habe das Gefühl, sie hatte da einen lichten Moment. Häufig ist seine Verwendung im Sinne von „spärlich bewachsen, große Zwischenräume aufweisend“: Sein Haar war in der letzten Zeit recht licht geworden. Sie kamen an eine lichte Stelle im Wald.
Seinen festen Platz hat dieses Eigenschaftswort auch im technischen Bereich, hier bezeichnet es die Entfernung von der einen zur anderen Begrenzungsfläche: Das Rohr hat eine lichte Weite von 20 Zentimetern.