Verwendung von „als“ vs. „wie“

Um Gleichheit und Ungleichheit geht es im folgenden Artikel: Heißt es wirklich „anders als“? Ist nicht eher „anders wie“ üblich oder geht vielleicht gar beides? Hätten Sie’s gewusst?

Die Vergleichspartikel als drückt standardsprachlich Ungleichheit aus, die Vergleichspartikel wie dagegen Gleichheit. Daher steht nach einem Komparativ immer als, nicht wie: Die Welt ist tief und tiefer als der Tag gedacht (Nietzsche), mehr als genug, eine härtere Strafe[,] als die Elevin zu verbannen. Nicht standardsprachlich ist also: [Deine Hände] sind kleiner wie meine. Damit kommst du besser in die Ecken beim Putzen (Helge Schneider).

Ebenfalls nicht standardsprachlich ist die Verwendung von als wie anstelle eines schlichten als: Das schmeckt doch viel besser als wie Sprudel mit ohne Geschmack. Da mit anders, niemand, nichts, umgekehrt und Ähnlichem ebenfalls Ungleichheit ausgedrückt wird, verwendet man auch nach diesen Ausdrücken als, nicht wie: anders als bei Verben wie..., nichts als heiße Luft.

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Subjekt im Singular, Verb im Plural?

Ein Kilogramm Kartoffeln wird geschält. Oder werden ein Kilogramm Kartoffeln geschält? Darum geht es in diesem Artikel. Entnommen ist der Text unserem Band Ja wie denn nun? Sprachliche Zweifelsfälle und ihre Lösung.

Konjunktiv I oder II?

Hätte, würde, könnte – in diesem Artikel erklären wir kompakt anhand von Beispielen, wann der Konjunktiv I und wann der Konkjunktiv II zu gebrauchen ist. Außerdem verraten wir Ihnen, was es mit „Potenzialis“ und „Irrealis“ auf sich hat. Entnommen ist der Text unserem Titel Ja wie denn nun? Sprachliche Zweifelsfälle und ihre Lösung.