Zeugma

Von manch einem Zeitgenossen wird ja kolportiert, er habe in seinem Leben nichts ausgelassen – außer vielleicht Speck in der Pfanne. Dies ist eine Äußerung, die man in dem einen oder anderen Fall vielleicht als übertrieben bezeichnen kann, auf jeden Fall aber als Zeugma.

Wenn man das gleiche Wort oder die gleiche Wortgruppe in verschiedener Bedeutung auf zwei Satzteile bezieht, spricht man von der rhetorischen Figur des Zeugmas (von altgriechisch zeugnymi = „unter ein Joch spannen, zusammenspannen, verbinden“).

Meist ist es das Verb, das sich auf zwei (oder mehr) verschiedene Subjekte oder Objekte bezieht. Dabei passt es entweder nur zu einem: Der Galan erschießt den Narren und das Gelächter. Oder das Verb selbst verändert mit dem Bezug auch seine Bedeutung: Es tagt schon und der Familienrat immer noch. Ich heiße Heinz Erhardt und Sie herzlich willkommen. Oder die zweite Fügung erhält insgesamt eine andere (eventuell übertragene) Bedeutung: Nimm dir Zeit und nicht das Leben!

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Das Semikolon führt unter den Satzzeichen der deutschen Sprache gewissermaßen ein Schattendasein. Wir bringen hier mehr Licht ins Dunkel.