Was ist ein Name?

Nennen wir das Kind doch beim Namen! Hier klären wir, was man eigentlich unter dem Begriff Eigenname versteht.

Jede und jeder hat einen, trotzdem ist nicht immer exakt klar, was alles unter den Begriff Eigenname fällt. Vielleicht nähern wir uns der Frage erst von der anderen Seite und schauen die Wörter an, die keine Namen sind, die sogenannten Appellativa.

Wenn hier z. B. Wörter steht oder von einer Seite die Rede ist, können Sie sich alle etwas darunter vorstellen. Jede bzw. jeder hat zwar ein etwas anderes Bild im Kopf – der eine denkt womöglich eher an ein geschriebenes, die andere an ein gesprochenes Wort – aber prinzipiell weiß man, wovon die Rede ist. Zudem fallen Ihnen sicher jede Menge Beispiele für Wörter ein. Anders bei einem Namen. Wenn wir von Joachim Löw schreiben oder von Berlin, dann verbinden Sie damit zwar nicht alle exakt dasselbe, aber es gibt eine eindeutige Zuordnung. Eine Zuordnung eines Begriffs zu genau einer Person bzw. Stadt. Es gibt nicht beliebig viele Beispiele für Joachim Löw, es gibt jeweils nur den einen gemeinten und es gibt in Deutschland auch nur die eine Stadt Berlin.

Namen tragen außer Personen und Städten auch geographische Gegebenheiten wie Länder oder Straßen, manche Verkehrsmittel (die Titanic), Institutionen und Organisationen, künstlerische Werke (zumindest im weiteren Sinne; hier spricht man auch von Titeln) und manche historische Ereignisse.

Ein paar Gruppen von Wörtern werden nicht selten mit Eigennamen verwechselt, sie sind aber im engeren Sinne keine Namen. Darunter fallen die Bezeichnungen für die Monate und Tage, für Tiere und Pflanzen, für Krankheiten oder auch feste Fügungen, vornehmlich in Fachsprachen, wie allgemeine Hochschulreife oder innere Medizin.

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Zum Unterschied zwischen „vermeintlich“ und „mutmaßlich“

Hier widmen wir uns der Frage, was vermeintliche von mutmaßlichen Verbrechern unterscheidet.

Zur Herkunft von „Grill“ und „Grille“

Was gibt es Schöneres, als im Sommer auf der Terrasse zu sitzen, etwas Schmackhaftes zu grillen und gleichzeitig im Garten die Grillen zirpen zu hören? Hier gehen wir der Frage nach, ob der Grill und die Grille auch etymologisch etwas miteinander zu tun haben.