Treffende Vergleiche

Dass Vergleiche einen Sachverhalt aber auch wunderbar treffen können, dafür liefern wir hier einige Beispiele.

Vergleiche können – gekonnt eingesetzt – ungemein treffend das Wesentliche einer Sache unterstreichen oder einen besonderen Aspekt hervorheben. Dafür bedarf es allerdings eines gehörigen Maßes an Fantasie. In erster Linie sind dafür natürlich die Dichter zuständig:

  • ... und slowakische Dörfer, wo der Rauch aus den Kaminen wie aus aufgestülpten Nasenlöchern stieg und das Dorf zwischen zwei kleinen Hügeln kauerte, als hätte die Erde ein wenig die Lippen geöffnet, um ihr Kind dazwischen zu wärmen (Robert Musil)
  • und schließlich gellte ein Kreischen wie von tausend Glasschneidern durch die Baracke (Ralf Rothmann)
  • Er war so ruhig wie eine Lehmmauer im Mondlicht (Raymond Chandler)

Aber auch in anderen Bereichen findet man hübsche Vergleiche:

  • Gekommen, um zu bleiben, wir gehen nicht mehr weg. // Gekommen, um zu bleiben, wie ein perfekter Fleck. (Wir sind Helden)
  • Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen (Horst Evers).

Und den Versuch Rainer Barzels, Kanzler zu werden, beschrieb Walter Scheel einst so: Das wäre die schlechteste Regierung, seit Caligula sein Pferd zum Konsul gemacht hat.

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