Stel­lung des Reflexiv­pro­nomens „sich“

Wir zeigen Ihnen, an welchen Stellen im Satz das Reflexivpronomen sich auftauchen darf und wo es besser nicht stehen sollte.

Was die Stellung der Satzglieder im Satz anbelangt, ist das Deutsche sehr liberal. Probleme bereitet manchmal das Reflexivpronomen sich, weil es sich mitunter an verschiedenen Stellen im Satz aufhalten darf.

Prinzipiell besteht die Tendenz, das Reflexivpronomen möglichst weit nach vorn zu ziehen: Die Wirtschaft hat sich in den letzten Monaten nur langsam erholt. Im Nebensatz folgt es der einleitenden Konjunktion bzw. dem Relativpronomen: Wenn sich der Himmel verdunkelt, fallen bald die ersten Tropfen. Morgen kaufe ich das Buch, über das sich alle aufregen.

Doch auch andere Wortstellungen sind korrekt. So kann das Reflexivpronomen im Nebensatz auch nach dem Subjekt stehen: Wenn der Himmel sich verdunkelt, fallen bald die ersten Tropfen. Dasselbe ist möglich, wenn im Hauptsatz das Subjekt dem Verb folgt: Nur langsam hat die Wirtschaft sich in den letzten Monaten erholt. Diese Wortstellung ist allerdings eher in der geschriebenen als in der gesprochenen Sprache üblich, weil sie eine willkommene Gelegenheit bietet, den Satzbau zu variieren.

Wird das Subjekt durch ein Personalpronomen repräsentiert, dann muss das Reflexivpronomen hinter dem Subjekt stehen: Zu Weihnachten besorge ich das Bild, das er sich schon lange wünscht. Nur langsam hat sie sich in den letzten Monaten erholt.

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