Redu­plikations­bildungen mit Ablaut

Wir bewegen uns im Zickzack durch die Welt der sogenannten Reduplikationsbildungen.

Bei Reduplikationsbildungen handelt es sich um Wörter, bei denen eine Silbe schlicht und einfach verdoppelt, also redupliziert wurde. Dabei entstehen Wörter wie Bonbon, Tamtam oder Zickzack. Doch halt – beim Zickzack scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen, denn sonst müsste es ja *Zickzick heißen. Andererseits sieht die Sache doch nach Methode aus, wenn man Bildungen wie Wirrwarr, ticktack oder Ausdrücke wie ritsch, ratsch und schnipp, schnapp betrachtet.

Der Singsang führt schließlich auf die richtige Spur, denn diese Kombination ist uns vertraut: ich singe, ich sang. Diesen Vokalwechsel, der bei vielen unregelmäßigen Verben vorkommt, bezeichnet man als Ablaut. Obwohl es auch andere Ablautkombinationen gibt (beispielsweise in fahren – fuhr oder schreiben – schrieb), hat sich der Wechsel von i zu a für die Reduplikationsbildungen im Deutschen durchgesetzt und ist die mit Abstand häufigste Kombination.

Im Englischen ist übrigens der Wechsel von i zu o am beliebtesten, wie die Beispiele tipptopp, Hip-Hop oder Flipflop zeigen.

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Die häufig­sten Fragen an die Duden-Sprach­beratung

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Im Folgenden haben wir die häufigsten Fragen an die Duden-Sprachberatung zusammengefasst.

Adjektive auf „-ig, -isch, -lich“

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Die unterschiedliche Wortbildung eines Adjektivs bringt gelegentlich auch Bedeutungsunterschiede mit sich. So bedeutet „kindlich“ nicht das Gleiche wie „kindisch“ und „launig“ nicht das Gleiche wie „launisch“. Wir erklären, warum.