Palindrom

Wenn man das Pferd beim Schwanz aufzäumt, wird das Durcheinander schon wieder geordneter und wir gelangen zu einem Spezialfall des Anagramms: zum Palindrom.

Das Palindrom (von griechisch palindromos = „rückwärtslaufend“) ist eine Sonderform des Anagramms, bei der die Buchstaben nicht wild durcheinandergestellt werden können. Vielmehr ergibt beim Palindrom ein Wort oder eine Wendung rückwärts gelesen wieder ein sinnvolles Wort (bzw. eine sinnvolle Wendung): die – Eid, Nebel – Leben, Gras – Sarg, die Liebe ist Sieger – rege ist sie bei Leid u. Ä.

Eine strengere Anforderung an ein Palindrom ist, dass ein Wort oder ein Satz rückwärts gelesen genau das gleiche Wort bzw. den gleichen Satz ergibt wie vorwärts gelesen, etwa die Wörter: Otto, Anna, Rentner, Retsinakanister u. Ä. oder die Sätze: Eine treue Familie bei Lima feuerte nie. Sei lieb – nebenbei lies! Vitaler Nebel mit Sinn ist im Leben relativ. Oder auf Lateinisch: In girum imus nocte et consumimur igni („Wir treten bei Nacht in den Kreis und werden durch das Feuer verzehrt“).

Selbst ganze Gedichte oder Erzählungen wurden schon in Palindromform konstruiert. In Alltagstexten findet man Palindrome zum Beispiel als Produkt- oder Firmennamen: Ata (Putzmittel), Maoam (Kaubonbon), Omo (Waschmittel), Uhu (Kleber), Viiv (Spezifikation für Multimedia-PCs), Xemex (Uhrenmarke) u. a.

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Redu­plikations­bildungen mit Ablaut

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Wir bewegen uns im Zickzack durch die Welt der sogenannten Reduplikationsbildungen.

Die häufig­sten Fragen an die Duden-Sprach­beratung

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