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Kommasetzung zwischen voll­ständigen Haupt­sätzen

In diesem Artikel geht es um die Kommasetzung zwischen selbstständigen Hauptsätzen, wobei bei Einschub, Nebensatz und adversativer Konjunktion Vorsicht geboten ist.

Die gute Nachricht zuerst: Bei der Verbindung aus zwei vollständigen Hauptsätzen, die durch und, oder, entweder – oder, weder – noch oder beziehungsweise verknüpft sind, ist die Kommasetzung freigestellt. Es liegt also im Ermessen des Schreibenden, ob er sich für ein Komma entscheidet oder nicht. Sie war wie vom Erdboden verschwunden[,] und er blieb ratlos zurück. Entweder du teilst es ihm morgen selbst mit[,] oder du beauftragst einen Kollegen. Er fährt mit dem Auto zur Arbeit[,] beziehungsweise seine Frau fährt ihn. Ein Komma empfiehlt sich vor allem dann, wenn man die Gliederung eines solchen Gefüges hervorheben will, oder auch, wenn die Sätze besonders lang sind.

Vorsicht ist geboten, wenn ein Einschub oder Nebensatz zwischen zwei Hauptsätzen steht; in solchen Fällen muss das schließende Komma in jedem Fall erhalten bleiben: Entweder du teilst es ihm morgen selbst mit, und zwar schonend, oder du beauftragst einen Kollegen. Ihn freute es sehr, dass sich die Lage entspannt hatte, und sie schien sich auch wieder beruhigt zu haben.

Werden vollständige Hauptsätze durch sogenannte adversative Konjunktionen verknüpft, d. h. Konjunktionen, die einen Gegensatz ausdrücken, muss immer ein Komma gesetzt werden: Er wollte ihr reinen Wein einschenken, doch sie weigerte sich, ihn anzuhören. Wir hatten ihm von einem Besuch abgeraten, aber er kam trotzdem.

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