Inter­jektionen – wort­ähnliche Laut­gebilde

Was es mit Interjektionen wie oh, ach, aha oder igitt auf sich hat, lesen Sie in diesem Artikel.

Oh!, Igitt! oder Ah! sind wortähnliche Lautgebilde, mit denen Empfindungen ausgedrückt werden. Der grammatische Fachausdruck Interjektion wurde bereits im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen interiectio (= das Dazwischenwerfen; Zwischenwort) entlehnt. Neben Empfindungswörtern wie huch, aha, hm oder nanu werden auch Aufforderungswörter wie pst oder heda oder Lautnachahmungen wie peng oder haha zu den Interjektionen gezählt. Da sie vor allem in der gesprochenen Sprache vorkommen, ist die Schreibung der Interjektionen gelegentlich schwankend, manchmal entziehen sie sich überhaupt einer schriftlichen Fixierung (z. B. das Nachahmen von Pferdeschnauben als Zeichen der Entrüstung).

Interjektionen werden vom folgenden Satz durch ein Komma abgetrennt. Zudem ist es möglich, sie als Einwortsatz, gefolgt von einem Ausrufezeichen, neben den Satz zu stellen: Oh! Das ist ein wunderschöner Valentinsgruß!, oder: Oh, über deinen lieben Brief habe ich mich sehr gefreut!

Außer am Satzanfang werden Interjektionen nur großgeschrieben, wenn es sich um Substantivierungen handelt, die meist an Artikel oder Pronomen erkennbar sind: dein Weh und Ach, ein gehauchtes Oh oder dieses unendliche Trara.

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