Heißt es „Christ­stollen“ oder „Christ­stolle“?

Der Artikel beschäftigt sich mit einem christlichen Gebildbrot: Es geht um den Christstollen bzw. die Christstolle und seine bzw. ihre Geschichte.

Der weihnachtliche Stollen gehört zu den christlichen Gebildbroten, d. h. zu den Backwaren, die in Gestalt von symbolischen Figuren zu bestimmten Festtagen gereicht werden. Seine Form mitsamt dem weißen Puderzucker wird als das in Windeln gewickelte Christuskind gedeutet. Am bekanntesten ist der an Trockenfrüchten, Zitronat und Mandeln besonders reiche, oft mit Marzipanrohmasse verfeinerte Dresdner Stollen, für dessen Popularität die sächsischen Könige sorgten, indem sie all ihren gekrönten Verwandten zum Fest einen Christstollen schenkten. Ein echter sächsischer Stollen ist 1457 aus der Backstube des Schlosses Hartenstein im sächsischen Torgau belegt. Urkundlich wird der Stollen allerdings bereits 1329 in Naumburg/Saale erwähnt.

Als Bezeichnung ist sowohl der Stollen wie die Stolle gebräuchlich. Die maskuline und die feminine Form kommen allerdings in verschiedenen Gegenden vor.

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