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Angst oder Furcht?

Haben Menschen nun Angst oder Furcht vor Spinnen? Der einzige Unterschied bei der Verwendung besteht darin, ob Sie ein alltagssprachliches oder ein fachsprachliches Gespräch führen.

Studierende leiden manchmal an Examensangst, Menschen in einer Partnerschaft an Verlustangst, wieder andere an Flugangst – oder etwa doch nicht? Wer zugibt, beispielsweise an Versagensangst zu leiden, bekommt womöglich zu hören, dass es das gar nicht gebe.

Stimmt dann mit dem eigenen Gefühl etwas nicht? Nein, da können wir Sie beruhigen – das Problem ist vielmehr (fach)sprachlicher Art. In den Wissenschaften, die sich mit menschlichen Gefühlen beschäftigen, vorrangig in der Psychologie, gilt nämlich Angst per definitionem als eine Emotion, die unbegründet und somit nicht auf ein bestimmtes Objekt bezogen ist. Sobald etwas Konkretes im Spiel ist, seien es Spinnen, Flüge oder Prüfungen, sprechen die Fachleute von Furcht.

Sucht man nun im Wörterbuch nach Zusammensetzungen mit Furcht als Grundwort, sieht es allerdings recht düster aus. An objektbezogenen Begriffen finden sich Gespensterfurcht, Gottesfurcht und Todesfurcht. Weder *Spinnenfurcht noch *Verlustfurcht oder *Krebsfurcht sind eingetragen. Auch im Internet sind die Zusammensetzungen mit Angst deutlich häufiger belegt. Dieses Phänomen lässt sich durch die Tatsache erklären, dass die meisten Menschen nun einmal keine ausgebildeten Psychologen sind. In der Alltagssprache lassen sich Furcht und Angst synonym verwenden – sie bedeuten praktisch das Gleiche.

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