Ableitung­en geo­grafi­scher Namen auf „er“ und „[i]sch“

Was politisch oder geografisch zusammengehört, ist ja nicht selten umstritten. Das gilt auch für die Getrennt- oder Zusammenschreibung oder die Schreibung mit Bindestrich von geografischen Bezeichnungen wie Französisch-Guayana, Vierwaldstätter See o. Ä.

Geografische Bezeichnungen, die ein aus einem Ortsnamen abgeleitetes Adjektiv auf -er enthalten, schreibt man in der Regel getrennt: Teutoburger Wald, Magdeburger Börde, Steinhuder Meer. In manchen Fällen ist es dagegen üblich zusammenzuschreiben: Böhmerwald, Wienerwald. Auch Doppelschreibungen kommen vor: Wörther See / Wörthersee, Vierwaldstätter See / (in der Schweiz aber:) Vierwaldstättersee, Genfer See / (in der Schweiz meist:) Genfersee usw.

Einen Bindestrich setzt man in der Regel bei Verbindungen mit Adjektiven auf -isch, die von Orts-, Länder- und Völkernamen abgeleitet sind: Spanisch-Guinea (heute: Äquatorialguinea), Britisch-Kolumbien, Französisch-Guayana usw. Allerdings findet man nicht selten davon abweichende behördliche Schreibungen, etwa: Hessisch Oldendorf, Bergisch Gladbach, Schwäbisch Hall, Bayrischzell.

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