„in“ vor Jahres­zahlen

Wissen Sie eigentlich noch, was in 2525 geschah? Falls nicht, liegt das nicht unbedingt daran, dass es im Allgemeinen eher schwerfällt, sich an die Zukunft zu erinnern. Es könnte vielmehr damit zusammenhängen, dass Sie schlicht zu jung sind – zu jung, um sich an den Protestsong von Zager and Evans „In the Year 2525“ zu erinnern, oder aber auch damit, dass für Sie in 2525 überhaupt nichts passiert, allenfalls im Jahr 2525 oder einfach 2525.

In der Wirtschafts- und Werbesprache wird gelegentlich die aus dem englischsprachigen Raum stammende Verbindung der Präposition in mit einer Jahreszahl verwendet: Die Konsolidierung dieser Geschäftsbereiche wurde in 2003 abgeschlossen. Wenn in 2525 die Menschheit noch existiert ...

Allerdings wird dieser Anglizismus nicht allgemein akzeptiert. Als standardsprachlich gilt die Jahreszahl ohne Präposition oder die Fügung im Jahre + Jahreszahl: Die Konsolidierung dieser Geschäftsbereiche wurde [im Jahre] 2003 abgeschlossen. Wenn [im Jahre] 2525 die Menschheit noch existiert ...

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Einfach erklärt: „wart“ oder „ward“?

Die Verwechslung von „wart“ und „ward“ gehört zu den häufigsten Fehlern im geschriebenen Deutsch. Trotz gleicher Aussprache handelt es sich um zwei unterschiedliche Verben. Mit unserer Faustregel geht nichts mehr schief.

„links“/„Links“, „abends“/„Abends“: Zweifelsfälle der Groß- und Kleinschreibung

Schreibt man eigentlich mit links oder mit Links? Und ist des abends richtig oder doch eher des Abends? Und wie siehts tags/Tags drauf aus? Hier bringen wir Licht ins Dunkel.