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Duden-Newsletter (07.09.07)

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Genitiv-Bildung von Namen, die auf s, ss, ß, x, z oder tz enden, bereitet häufig Probleme. Welche Möglichkeiten es gibt, zeigen wir Ihnen im ersten Teil unseres Newsletters.

In der Flut englischsprachiger Begriffe, mit denen wir täglich zu tun haben, taucht in letzter Zeit immer häufiger der sogenannte Podcast auf. Lesen Sie in der zweiten Rubrik, woher der Begriff kommt und was er mit dem MP3-Player zu tun hat.

Noch einmal mit Namen befasst sich heute unser letzter Beitrag. Wir haben für Sie nachgeschlagen, welche Vornamen in Deutschland die beliebtesten sind.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihre
Duden-Sprachberatung

Was Sie schon immer wissen wollten

Beugung von Personennamen

Bei der Beugung von Personennamen, die auf einen Zischlaut enden, herrscht gerade im Genitiv häufig Unsicherheit. Werden solche Namen ohne Artikel gebraucht, ist der Apostroph die heute gängigste Form, den Genitiv deutlich zu machen: Felix’ Schwester, Ringelnatz’ Gedichte, Bordeaux’ Hafenanlagen. Das gilt übrigens auch für aus anderen Sprachen stammende Namen, die zwar anders geschrieben werden, aber ebenfalls auf Zischlaut enden: Joyce’ Einfluss, Cruise’ letzte Rolle.
Eher selten geworden ist das Anhängen der aus starker und schwacher Genitivform gemischten Endung -ens, die früher sehr häufig war: Fritzens Mutter. Oft wird auch als Ersatz für den Genitiv eine Präpositionalgruppe mit von + Name verwendet: das Auto von Andreas, die Werke von Marx.

Hätten Sie’s gewusst?

Podcast

Dem Begriff Podcast liegt ursprünglich ein Eigenname zugrunde, und zwar der Handelsname für einen MP3-Player - iPod. Hinzu kam die zweite Silbe des englischen Verbs to broadcast (= ’senden, übertragen’). Beim Podcast handelt es sich um eine Reportage, einen Radiobeitrag o. Ä., der als Audiodatei im Internet zum Herunterladen angeboten wird. Parallel zum Podcast entstand dann sehr schnell das Verb podcasten: einen Podcast produzieren, bereitstellen oder herunterladen. Mittlerweile werden solche Beiträge häufig auch als Videodateien angeboten, man spricht dann von Video-Podcasts oder Vodcasts.

Übrigens wurde das Wort Podcast, nachdem es bereits im August 2005 ins Oxford Dictionary of English aufgenommen wurde, vom New York Oxford American Dictionary zum Wort des Jahres 2005 in Großbritannien gewählt und setzte sich hierbei gegen Kandidaten wie bird flu (Vogelgrippe) und Sudoku durch.
Für Sie nachgeschlagen

Die beliebtesten Vornamen in Deutschland

Alexander, Maximilian, Leon, Lukas/Lucas, Paul, Luca/Luka, Jonas, Felix, Tim und David sind die männlichen Spitzenreiter des Jahres 2005. Gegenüber dem Vorjahr haben sich nur wenige Veränderungen in der Häufigkeitsrangfolge der Jungennamen ergeben. 2004 stand Maximilian an der Spitze, ihm folgten Alexander, Paul, Leon, Lukas/Lucas, Luca/Luka, Felix und Jonas. Ein deutlicher Aufwärtstrend macht sich bei L(o)uis, Noah und Tom bemerkbar. Sie haben daher gute Chancen, demnächst den Sprung zu den Favoriten zu schaffen. Seit der Jahrtausendwende ist es nur Luca/Luka, Felix und David gelungen, neu in die Hitliste aufzusteigen. Dabei wurden Niklas, Jan und Daniel aus ihren Spitzenpositionen verdrängt, doch sind sie keineswegs in Vergessenheit geraten. Niklas hält sich immer noch wacker auf Rang 12, Jan auf Rang 13 und Daniel auf Rang 17.
Die Reihenfolge der beliebtesten Mädchennamen des Jahres 2005 lautet: Marie, Sophie/Sofie, Maria, Anna/Anne, Leonie/Leoni, Emily, Lea/Leah, Julia und Laura. An den ersten fünf Positionen hat sich gegenüber 2004 nichts geändert; Lea und Lena haben die Plätze getauscht. Katharina und Johanna haben die Spitzengruppe verlassen. Überraschend ist der starke Anstieg von Emily, die ein Jahr zuvor noch weit entfernt von der Spitzengruppe rangierte. Weitere Namen mit steigender Tendenz sind Emma, Elisabeth, Angelina und Mia. [...] Der Blick auf diese ’Hitlisten’ soll jedoch nicht den Eindruck erwecken, als sei die gegenwärtige Namensgebung auf einige Favoriten beschränkt. Das Gegenteil ist der Fall: Noch nie, vielleicht abgesehen von der altgermanischen Zeit, war die Namensgebung so vielfältig und individuell wie heute. [...]

Aus: Duden, Lexikon der Vornamen. Mannheim 2007.

Freitag, 7 September, 2007