win­den

Wortart:
starkes Verb
Häufigkeit:
▒▒░░░
Aussprache:
Betonung
winden
Lautschrift
[ˈvɪndn̩]
Wort mit gleicher Schreibung
winden (schwaches Verb)

Rechtschreibung

Worttrennung
win|den
Beispiele
du wandest; du wändest; gewunden; wind[e]!; sich winden

Bedeutungen (5)

    1. durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. an, in etwas befestigen, zu etwas verbinden
      Gebrauch
      gehoben
      Beispiele
      • Blumen in einen Kranz winden
      • sie wand dem Kind Schleifen ins Haar
      • sie wanden Zweige und Blumen zu Girlanden
    2. durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. herstellen, anfertigen
      Gebrauch
      gehoben
      Beispiele
      • aus Blumen Kränze winden
      • er wand bunte Girlanden aus Papier
    3. um etwas legen, binden, knüpfen, durch Darumlegen, -binden anbringen, befestigen
      Gebrauch
      gehoben
      Beispiele
      • sie windet ein Band um das Buch
      • das Kind wand (selten; legte, schlang) seine Arme um den Hals der Mutter
      • er wand sich, dem Kind ein Tuch um den Kopf
    4. sich um etwas herumschlingen; um etwas gelegt, geschlungen sein
      Gebrauch
      gehoben
      Grammatik
      sich winden
      Beispiele
      • die Bohnen winden sich um die Stangen
      • die Zöpfe wanden sich kranzförmig um ihren Kopf
  1. durch heftige drehende Bewegungen aus den Händen reißen, gewaltsam wegnehmen
    Gebrauch
    gehoben
    Beispiele
    • einem Angreifer den Stock, die Waffe aus der Hand winden
    • sie wanden der weinenden Mutter das Kind aus den Armen
    1. sich in schlangenartigen Bewegungen, in einer Schlangenlinie gleitend fortbewegen
      Grammatik
      sich winden
      Beispiel
      • die Schlange windet sich im Sand
    2. sich krümmen, krampfhafte Bewegungen machen
      Grammatik
      sich winden
      Beispiele
      • sich in Krämpfen winden
      • sie wand sich vor Schmerzen, vor Weinen und Schluchzen
      • er wand sich vor Verlegenheit, vor Scham, vor Lachen
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 eine gewundene (nach Ausflüchten klingende) Erklärung abgeben
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 gewundene (umständlich gedrechselte, verschlungene) Sätze
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 sich sehr gewunden (umständlich und gekünstelt) ausdrücken
    1. sich durch etwas irgendwohin schlängeln (2)
      Grammatik
      sich winden
      Beispiele
      • er versuchte sich durch die Menge zu winden
      • er wand sich durch die Absperrung nach vorn
    2. in einer unregelmäßigen Schlangenlinie, in unregelmäßigen Bogen irgendwo verlaufen; sich schlängeln (1b)
      Grammatik
      sich winden
      Beispiele
      • ein schmaler Pfad windet sich bergaufwärts
      • eine gewundene Treppe
      • ein gewundener Flusslauf
  2. mit einer Winde (1) irgendwohin befördern
    Herkunft
    zu Winde (1)
    Beispiele
    • eine Last aufs Baugerüst, nach oben winden
    • die Netze aus dem Meer winden

Synonyme zu winden

Herkunft

mittelhochdeutsch winden, althochdeutsch wintan, eigentlich = drehen, wenden, flechten

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit „hat“

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