wa­gen

Wortart:
schwaches Verb
Aussprache:
Betonung
🔉wagen

Rechtschreibung

Worttrennung
wa|gen
Beispiele
du wagtest; gewagt; sich wagen

Bedeutungen (2)

  1. ohne die Gefahr, das Risiko zu scheuen, etwas tun, dessen Ausgang ungewiss ist; um jemandes, einer Sache willen ein hohes Risiko eingehen
    Beispiel
    • viel, alles, manches, einen hohen Einsatz, sein Leben, seine Ehre, seinen guten Ruf wagen
    1. trotz der Möglichkeit eines Fehlschlags, eines Nachteils o. Ä., des Heraufbeschwörens einer Gefahr den Mut zu etwas haben; sich nicht scheuen, etwas zu tun
      Beispiele
      • einen Versuch, ein Experiment, ein Spiel, eine Wette, eine Operation, einen Staatsstreich, die Flucht wagen
      • keinen Blick wagen
      • kann, soll man das wagen?
      • keiner wagte [es] (traute sich), ihr zu widersprechen
      • ich wage nicht zu behaupten (bin durchaus nicht sicher), dass dies alles richtig ist
      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
      • wer nicht wagt, der nicht gewinnt
      • frisch gewagt ist halb gewonnen (nach Horaz, Episteln I, 2, 40; nach Horaz, Episteln I, 2, 40)
    2. den Mut haben, sich nicht scheuen, irgendwohin zu gehen
      Grammatik
      sich wagen
      Beispiele
      • sie wagt sich nicht mehr auf die Straße, aus dem Haus, unter Menschen
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 sich an ein heikles Thema, eine schwierige Aufgabe wagen

Synonyme zu wagen

  • alles auf eine Karte setzen, den Mut haben, ein Risiko eingehen, sich [ge]trauen

Herkunft

mittelhochdeutsch wāgen, zu: wāge (Waage) und eigentlich = etwas auf die Waage legen, ohne zu wissen, wie sie ausschlägt

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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