Dudenverlag Duden Located at Mecklenburgische Str. 53, Berlin, 14171, Berlin , . Phone: +49 30 897 85 82-81. .

ver­zwei­feln

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
Weitere Informationen zum korrekten Zitieren aus Duden online

Rechtschreibung

Worttrennung: ver|zwei|feln
Beispiele: ich verzweif[e]le;  [Regel 82]: es ist zum Verzweifeln

Bedeutungsübersicht

angesichts eines keine Aussicht auf Besserung gewährenden Sachverhalts in den Zustand völliger Hoffnungslosigkeit geraten; allen Glauben, alles Vertrauen, alle Hoffnung verlieren

Beispiele

  • am Leben, an den Menschen, an einer Arbeit verzweifeln
  • man könnte über so viel Unverstand verzweifeln!
  • nur nicht verzweifeln
  • es besteht kein Grund zu verzweifeln
  • <substantiviert>: [Ausdruck des Verdrusses, des Unwillens, der erschöpften Geduld] es ist [reineweg, schier, wirklich] zum Verzweifeln [mit dir, mit deiner Faulheit]! (es ist unerträglich, katastrophal)
  • <häufig im 2. Partizip>: sie war ganz verzweifelt
  • sie machte ein verzweifeltes Gesicht
  • ein verzweifelter Blick
  • sie hatten einen verzweifelten (von Verzweiflung zeugenden) Plan gemacht

Synonyme zu verzweifeln

alle Hoffnung fahren lassen, aufgeben, den Glauben/die Hoffnung/den Mut verlieren, sich die Haare raufen, die Hände ringen, hoffnungslos sein, keinen Ausweg sehen, keinen Rat wissen, mit seinem Latein/seiner Weisheit am Ende sein, mutlos sein, nicht [mehr] ein noch aus wissen, nicht mehr weiterwissen, sich nicht zu helfen wissen, ratlos sein, schwarzsehen, unglücklich/untröstlich/verzweifelt sein, verloren geben; (gehoben) verzagen; (bildungssprachlich) resignieren; (umgangssprachlich) alles hinwerfen, es stecken, Trübsal blasen; (landschaftlich umgangssprachlich) verzwatzeln

Aussprache

Betonung: verzweifeln 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch verzwīveln

Grammatik

schwaches Verb; ist/(veraltet auch:) hat

Blättern