schwin­deln

Wortart INFO
schwaches Verb
Häufigkeit INFO
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Rechtschreibung

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Worttrennung
schwin|deln
Beispiele
ich schwind[e]le; es schwindelt mir, seltener mich

Bedeutungen (3)

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    1. von jemandem als Zustand des Taumelns, Stürzens empfunden werden, wobei sich alles zu drehen scheint
      Herkunft
      mittelhochdeutsch swindeln, althochdeutsch swintilōn, Weiterbildung von schwinden, ursprünglich = in Ohnmacht fallen
      Grammatik
      unpersönlich
      Beispiele
      • mir/(selten:) mich schwindelt
      • auf dem Sims schwindelte ihm
    2. vom Schwindel (1) befallen sein, sodass sich alles zu drehen scheint
      Herkunft
      mittelhochdeutsch swindeln, althochdeutsch swintilōn, Weiterbildung von schwinden, ursprünglich = in Ohnmacht fallen
      Beispiele
      • der Blick in die Tiefe machte, ließ mich schwindeln
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 der Kopf schwindelte ihm, als er den Preis hörte
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 in schwindelnden (schwindelerregenden) Höhen
    1. (beim Erzählen o. Ä.) [leicht] von der Wahrheit abweichen
      Herkunft
      beeinflusst von Schwindler
      Gebrauch
      umgangssprachlich
      Beispiel
      • da hast du doch geschwindelt
    2. etwas sagen, was nicht [ganz] der Wahrheit entspricht
      Herkunft
      beeinflusst von Schwindler
      Gebrauch
      umgangssprachlich
      Beispiele
      • das hat er alles geschwindelt
      • „Er ist leider nicht zu Hause“, schwindelte sie
    1. durch Täuschungsmanöver irgendwohin bringen, schaffen; schmuggeln; mogeln
      Beispiel
      • etwas durch den Zoll schwindeln
    2. auf unehrliche Weise irgendwohin gelangen, ein bestimmtes Ziel erreichen
      Grammatik
      sich schwindeln
      Beispiele
      • sich durchs Leben schwindeln
      • er konnte sich geschickt durch alle Kontrollen schwindeln

Synonyme zu schwindeln

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Grammatik

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schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

Aussprache

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Betonung
🔉schwindeln