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schnüf­feln

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: schnüf|feln
Beispiel: ich schnüff[e]le

Bedeutungsübersicht

    1. (meist von Tieren) in kurzen, hörbaren Zügen durch die Nase die Luft einziehen, um einen Geruch wahrzunehmen
    2. (einen Geruch) schnüffelnd wahrnehmen
    1. (Jargon) sich durch das Inhalieren von Dämpfen bestimmter leicht flüchtiger Stoffe (z. B. Lösungsmittel von Lacken, Klebstoffen) berauschen
    2. (Jargon) (einen Stoff) zum Schnüffeln benutzen
  1. (umgangssprachlich) die Nase in wiederholten kurzen Zügen hochziehen
    1. (umgangssprachlich abwertend) [aus Neugier] etwas, was einem anderen gehört, heimlich, ohne dazu berechtigt zu sein, durchsuchen, um sich über ihn zu informieren
    2. (umgangssprachlich abwertend) berufsmäßig, im Auftrag Ermittlungen durchführen, [heimlich] bestimmte Informationen beschaffen

Synonyme zu schnüffeln

Aussprache

Betonung: schnụ̈ffeln🔉

Herkunft

aus dem Niederdeutschen < mittelniederdeutsch snuffelen, verwandt mit schnauben

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. (meist von Tieren) in kurzen, hörbaren Zügen durch die Nase die Luft einziehen, um einen Geruch wahrzunehmen

      Beispiel

      der Hund schnüffelt an jedem Laternenpfahl
    2. (einen Geruch) schnüffelnd (1a) wahrnehmen
    1. sich durch das Inhalieren von Dämpfen bestimmter leicht flüchtiger Stoffe (z. B. Lösungsmittel von Lacken, Klebstoffen) berauschen

      Gebrauch

      Jargon

      Beispiel

      sie hat schon in der dritten Klasse angefangen zu schnüffeln
    2. (einen Stoff) zum Schnüffeln (2a) benutzen

      Gebrauch

      Jargon

      Beispiel

      er schnüffelt Alleskleber, Benzol
  1. die Nase in wiederholten kurzen Zügen hochziehen

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    hör endlich auf zu schnüffeln!
    1. [aus Neugier] etwas, was einem anderen gehört, heimlich, ohne dazu berechtigt zu sein, durchsuchen, um sich über ihn zu informieren

      Gebrauch

      umgangssprachlich abwertend

      Beispiele

      • er schnüffelte in meinen Unterlagen
      • <substantiviert>: er hat sie beim Schnüffeln an, in seinem Schreibtisch erwischt
    2. berufsmäßig, im Auftrag Ermittlungen durchführen, [heimlich] bestimmte Informationen beschaffen

      Gebrauch

      umgangssprachlich abwertend

      Beispiel

      für die Steuerfahndung schnüffeln

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