schmo­ren

Wortart:
schwaches Verb
Häufigkeit:
▒▒░░░
Aussprache:
Betonung
🔉schmoren

Rechtschreibung

Worttrennung
schmo|ren
Beispiel
jemanden schmoren lassen oder schmorenlassen (umgangssprachlich für im Ungewissen lassen)

Bedeutungen (3)

    1. kurz anbraten und dann in Brühe, Fond o. Ä. in einem zugedeckten Topf langsam gar werden lassen
      Beispiele
      • das Fleisch im eigenen Saft schmoren
      • 〈substantiviert:〉 das Stück eignet sich besonders zum Schmoren
    2. (von angebratenem Fleisch, Fisch, Gemüse) in Brühe, Fond o. Ä. in einem zugedeckten Topf langsam garen
      Beispiel
      • der Braten schmort auf dem Herd
      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
      • jemanden schmoren lassen/schmorenlassen (umgangssprachlich: jemanden [in einer unangenehmen Situation] längere Zeit im Ungewissen lassen)
      • etwas schmoren lassen/schmorenlassen (umgangssprachlich: etwas längere Zeit unbeachtet [liegen] lassen)
  1. [in unangenehmer Weise] großer Hitze ausgesetzt sein [und schwitzen]
    Gebrauch
    umgangssprachlich
    Beispiel
    • in der prallen Sonne schmoren
  2. sich infolge zu hoher Spannung, zu hohen Stromdurchflusses stark erhitzen [und durchglühen]
    Gebrauch
    umgangssprachlich
    Beispiel
    • das Kabel schmort

Herkunft

aus dem Niederdeutschen < mittelniederdeutsch smoren, eigentlich = ersticken

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

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