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schmo­ren

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: schmo|ren
Beispiel: jemanden schmoren lassen oder schmorenlassen (umgangssprachlich für im Ungewissen lassen)

Bedeutungsübersicht

    1. kurz anbraten und dann in Brühe, Fond o. Ä. in einem zugedeckten Topf langsam gar werden lassen
    2. (von angebratenem Fleisch, Fisch, Gemüse) in Brühe, Fond o. Ä. in einem zugedeckten Topf langsam garen
  1. (umgangssprachlich) [in unangenehmer Weise] großer Hitze ausgesetzt sein [und schwitzen]
  2. (umgangssprachlich) sich infolge zu hoher Spannung, zu hohen Stromdurchflusses stark erhitzen [und durchglühen]

Synonyme zu schmoren

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Aussprache

Betonung: schmoren 🔉

Herkunft

aus dem Niederdeutschen < mittelniederdeutsch smoren, eigentlich = ersticken

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich schmoreich schmore 
 du schmorstdu schmorest schmor, schmore!
 er/sie/es schmorter/sie/es schmore 
Pluralwir schmorenwir schmoren 
 ihr schmortihr schmoret
 sie schmorensie schmoren 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich schmorteich schmorte
 du schmortestdu schmortest
 er/sie/es schmorteer/sie/es schmorte
Pluralwir schmortenwir schmorten
 ihr schmortetihr schmortet
 sie schmortensie schmorten
Partizip I schmorend
Partizip II geschmort
Infinitiv mit zu zu schmoren
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Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. kurz anbraten und dann in Brühe, Fond o. Ä. in einem zugedeckten Topf langsam gar werden lassen

      Beispiele

      • das Fleisch im eigenen Saft schmoren
      • <substantiviert>: das Stück eignet sich besonders zum Schmoren
    2. (von angebratenem Fleisch, Fisch, Gemüse) in Brühe, Fond o. Ä. in einem zugedeckten Topf langsam garen

      Beispiel

      der Braten schmort auf dem Herd

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • jemanden schmoren lassen/schmorenlassen (umgangssprachlich: jemanden [in einer unangenehmen Situation] längere Zeit im Ungewissen lassen)
      • etwas schmoren lassen/schmorenlassen (umgangssprachlich: etwas längere Zeit unbeachtet [liegen] lassen)
  1. [in unangenehmer Weise] großer Hitze ausgesetzt sein [und schwitzen]

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    in der prallen Sonne schmoren
  2. sich infolge zu hoher Spannung, zu hohen Stromdurchflusses stark erhitzen [und durchglühen]

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    das Kabel schmort

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