schmei­ßen

Wortart:
starkes Verb
Gebrauch:
umgangssprachlich
Aussprache:
Betonung
🔉schmeißen
Wort mit gleicher Schreibung
schmeißen (schwaches Verb)

Rechtschreibung

Worttrennung
schmei|ßen
Beispiele
du schmeißt; du schmissest, er/sie schmiss; geschmissen; schmeiß[e]!

Bedeutungen (4)

    1. irgendwohin werfen (2a), schleudern
      Beispiele
      • ein Glas an die Wand schmeißen
      • [jemandem] einen Stein ins Fenster schmeißen
      • alles auf einen Haufen schmeißen
      • etwas in den Papierkorb schmeißen
      • die Tür [ins Schloss] schmeißen (heftig zuschlagen)
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 jemanden aus dem Zimmer schmeißen (hinausweisen 1)
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 etwas zu Dumpingpreisen auf den Markt schmeißen (in den Handel bringen)
    2. mit etwas werfen
      Beispiele
      • mit Steinen schmeißen
      • die Demonstranten schmissen mit Tomaten
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 mit Geld um sich schmeißen (viel ausgeben, verschenken)
    3. sich irgendwohin werfen (2b)
      Grammatik
      sich schmeißen
      Beispiele
      • sich weinend aufs Bett schmeißen
      • er schmiss (stürzte) sich auf seinen Gegner
      • sich vor einen Zug schmeißen (sich in selbstmörderischer Absicht von einem Zug überrollen lassen)
    4. (besonders eine Ausbildung o. Ä.) aus einem Gefühl starker Unlust o. Ä. heraus abbrechen, aufgeben; hinwerfen (3b)
      Beispiele
      • das Studium schmeißen
      • sie hat die Therapie geschmissen
    5. sich (mit etwas) bekleiden, kleiden
      Grammatik
      sich schmeißen
      Beispiel
      • zur Feier des Tages hat er sich in seinen Smoking geschmissen
    6. skizzieren, hinwerfen (3c)
      Beispiel
      • eine Karikatur aufs Blatt schmeißen
  1. ausgeben, spendieren
    Beispiel
    • eine Lage, Runde [Bier] schmeißen
  2. mit etwas geschickt fertigwerden; etwas umsichtig und sicher durchführen, bewältigen
    Beispiel
    • wir werden die Sache schon schmeißen
  3. [durch Ungeschick, Versagen o. Ä.] verderben, misslingen lassen
    Gebrauch
    Theaterjargon, Fernsehjargon
    Beispiel
    • die Vorstellung schmeißen

Herkunft

mittelhochdeutsch smīʒen = (be)streichen, (be)schmieren; schlagen, althochdeutsch in bismīʒan = beschmieren, bestreichen, besudeln, Herkunft ungeklärt

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit „hat“

Präsens

Indikativ Konjunktiv I Imperativ
Singular ich schmeiße (mich) ich schmeiße (mich)
du schmeißt (dich) du schmeißest (dich) schmeiß (dich), schmeiße (dich)!
er/sie/es schmeißt (sich) er/sie/es schmeiße (sich)
Plural wir schmeißen (uns) wir schmeißen (uns)
ihr schmeißt (euch) ihr schmeißet (euch) schmeißt (euch)!
sie schmeißen (sich) sie schmeißen (sich)

Präteritum

Indikativ Konjunktiv II
Singular ich schmiss (mich) ich schmisse (mich)
du schmissest (dich) du schmissest (dich)
er/sie/es schmiss (sich) er/sie/es schmisse (sich)
Plural wir schmissen (uns) wir schmissen (uns)
ihr schmisst (euch) ihr schmisset (euch)
sie schmissen (sich) sie schmissen (sich)
Partizip I schmeißend
Partizip II geschmissen
Infinitiv mit zu zu schmeißen

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