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schi­cken

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: schi|cken
Beispiele: Grüße schicken; es schickt sich nicht; er hat sich schnell in diese Verhältnisse geschickt (sich damit abgefunden)

Bedeutungsübersicht

  1. veranlassen, dass etwas zu jemandem gelangt, an einen bestimmten Ort gebracht oder befördert wird
    1. veranlassen, sich zu einem bestimmten Zweck, mit einem Auftrag o. Ä. an einen bestimmten Ort zu begeben
    2. jemanden zu bestimmten Diensten o. Ä. rufen, holen lassen
    1. eine unangenehme Lage, an der nichts zu ändern ist, geduldig ertragen; sich fügen
    2. (veraltend) sich fügen, sich von selbst zu gegebener Zeit regeln; sich bei Gelegenheit ergeben
    3. (süddeutsch) sich aus einem bestimmten Grund mit, bei etwas beeilen
    1. gehören (meist unpersönlich und verneint)
    2. (seltener) sich [herkömmlicherweise] eignen
  2. (landschaftlich) ausreichen, genügen

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu schicken

Aussprache

Betonung: schịcken🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch schicken = (ein)richten, ordnen; abfertigen, entsenden; sich vorbereiten, sich einfügen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich schickeich schicke 
 du schickstdu schickest schick, schicke!
 er/sie/es schickter/sie/es schicke 
Pluralwir schickenwir schicken 
 ihr schicktihr schicket
 sie schickensie schicken 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich schickteich schickte
 du schicktestdu schicktest
 er/sie/es schickteer/sie/es schickte
Pluralwir schicktenwir schickten
 ihr schicktetihr schicktet
 sie schicktensie schickten
Partizip I schickend
Partizip II geschickt
Infinitiv mit zu zu schicken

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. veranlassen, dass etwas zu jemandem gelangt, an einen bestimmten Ort gebracht oder befördert wird

    Beispiele

    • einen Gruß schicken
    • die Waren werden [Ihnen] ins Haus geschickt
    • er hat [uns] endlich ein Lebenszeichen geschickt
    • <in übertragener Bedeutung>: ein Gebet zum Himmel schicken
    1. veranlassen, sich zu einem bestimmten Zweck, mit einem Auftrag o. Ä. an einen bestimmten Ort zu begeben

      Beispiele

      • jemanden einkaufen, zum Einkaufen schicken
      • ein Kind in die Schule schicken
      • jemanden in die Verbannung schicken (verbannen)
      • <in übertragener Bedeutung>: (Jargon, besonders Boxen) jemanden auf die Bretter, zu Boden schicken (jemandem einen solchen Schlag versetzen, dass er zu Boden fällt)
      • wer hat dich denn [zu mir] geschickt?
    2. jemanden zu bestimmten Diensten o. Ä. rufen, holen lassen

      Beispiel

      nach dem Arzt schicken
    1. eine unangenehme Lage, an der nichts zu ändern ist, geduldig ertragen; sich fügen

      Grammatik

      sich schicken

      Beispiele

      • sich in Gottes Willen schicken (ergeben)
      • sie schickten sich ins Unvermeidliche
    2. sich fügen (4b), sich von selbst zu gegebener Zeit regeln; sich bei Gelegenheit ergeben

      Grammatik

      sich schicken

      Gebrauch

      veraltend

      Beispiel

      das wird sich alles noch schicken
    3. sich aus einem bestimmten Grund mit, bei etwas beeilen

      Grammatik

      sich schicken

      Gebrauch

      süddeutsch

      Beispiel

      sich schicken müssen
    1. gehören (5) (meist unpersönlich und verneint)

      Grammatik

      sich schicken

      Beispiel

      es schickt sich nicht, so etwas zu sagen
    2. sich [herkömmlicherweise] eignen

      Grammatik

      sich schicken

      Gebrauch

      seltener

  2. ausreichen, genügen

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiel

    ob die Vorräte wohl schicken?

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