sau­sen

Wortart:
schwaches Verb
Häufigkeit:
▒▒░░░
Aussprache:
Betonung
🔉sausen

Rechtschreibung

Worttrennung
sau|sen
Beispiele
du saust; er/sie saus|te; sausen lassen oder sausenlassen (umgangssprachlich für aufgeben)

Bedeutungen (4)

  1. ein anhaltend starkes, scharfes oder gleichmäßig an- und abschwellendes Geräusch wie bei einer Reibung von sich geben
    Grammatik
    Perfektbildung mit „hat“
    Beispiele
    • der Wind sauste [im Kamin]
    • das Blut sauste ihm in den Ohren
    • 〈auch unpersönlich:〉 es sauste in seinem Ohr
    • 〈substantiviert:〉 das Sausen des Windes
  2. sich [mit sausendem (1) Geräusch] sehr schnell fortbewegen, irgendwohin bewegen
    Grammatik
    Perfektbildung mit „ist“
    Beispiele
    • die Mutter sauste in die Küche
    • mit dem Auto durch die Stadt sausen
    • er sauste mit dem Fahrrad um die Ecke
    • die Peitsche sauste auf den Rücken der Pferde
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • jemanden sausen lassen/sausenlassen (umgangssprachlich: sich von jemandem, um dessen Freundschaft, Zuneigung, Partnerschaft o. Ä. man bemüht war, abwenden: lass ihn sausen, er ist sowieso nicht der Richtige für dich!)
    • etwas sausen lassen/sausenlassen (umgangssprachlich: auf etwas verzichten; aufgeben; nicht weiter betreiben oder verfolgen: eine Party, eine Verabredung, einen Termin sausen lassen)
  3. Gebrauch
    salopp
    Grammatik
    Perfektbildung mit „ist“
    Beispiel
    • er ist durchs Examen, durchs Abitur gesaust
  4. (von Most, Federweißem) stark gären, schäumen
    Gebrauch
    landschaftlich
    Grammatik
    Perfektbildung mit „hat“
    Beispiel
    • der Most fängt schon an zu sausen

Herkunft

mittelhochdeutsch sūsen, althochdeutsch sūsōn, lautmalend

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