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sau­sen

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: sau|sen
Beispiele: du saust; er/sie saus|te; sausen lassen oder sausenlassen (umgangssprachlich für aufgeben)

Bedeutungsübersicht

  1. ein anhaltend starkes, scharfes oder gleichmäßig an- und abschwellendes Geräusch wie bei einer Reibung von sich geben
  2. sich [mit sausendem Geräusch] sehr schnell fortbewegen, irgendwohin bewegen
  3. (salopp) rasseln
  4. (landschaftlich) (von Most, Federweißem) stark gären, schäumen

Synonyme zu sausen

Aussprache

Betonung: sausen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch sūsen, althochdeutsch sūsōn, lautmalend

Grammatik

PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich sauseich sause 
 du saustdu sausest saus, sause!
 er/sie/es sauster/sie/es sause 
Pluralwir sausenwir sausen 
 ihr saustihr sauset 
 sie sausensie sausen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich sausteich sauste
 du saustestdu saustest
 er/sie/es sausteer/sie/es sauste
Pluralwir saustenwir sausten
 ihr saustetihr saustet
 sie saustensie sausten
Partizip I sausend
Partizip II gesaust
Infinitiv mit zu zu sausen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. ein anhaltend starkes, scharfes oder gleichmäßig an- und abschwellendes Geräusch wie bei einer Reibung von sich geben

    Grammatik

    Perfektbildung mit »hat«

    Beispiele

    • der Wind sauste [im Kamin]
    • das Blut sauste ihm in den Ohren
    • <auch unpersönlich>: es sauste in seinem Ohr
    • <substantiviert>: das Sausen des Windes
  2. sich [mit sausendem (1) Geräusch] sehr schnell fortbewegen, irgendwohin bewegen

    Grammatik

    Perfektbildung mit »ist«

    Beispiele

    • die Mutter sauste in die Küche
    • mit dem Auto durch die Stadt sausen
    • er sauste mit dem Fahrrad um die Ecke
    • die Peitsche sauste auf den Rücken der Pferde

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • jemanden sausen lassen/sausenlassen (umgangssprachlich: sich von jemandem, um dessen Freundschaft, Zuneigung, Partnerschaft o. Ä. man bemüht war, abwenden: lass ihn sausen, er ist sowieso nicht der Richtige für dich!)
    • etwas sausen lassen/sausenlassen (umgangssprachlich: auf etwas verzichten; aufgeben; nicht weiter betreiben oder verfolgen: eine Party, eine Verabredung, einen Termin sausen lassen)
  3. rasseln (2b)

    Grammatik

    Perfektbildung mit »ist«

    Gebrauch

    salopp

    Beispiel

    er ist durchs Examen, durchs Abitur gesaust
  4. (von Most, Federweißem) stark gären, schäumen

    Grammatik

    Perfektbildung mit »hat«

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiel

    der Most fängt schon an zu sausen

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