nüch­tern

Wortart:
Adjektiv
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
🔉nüchtern

Rechtschreibung

Worttrennung
nüch|tern

Bedeutungen (4)

  1. nicht betrunken; keinen Alkohol getrunken habend
    Beispiele
    • er machte einen nüchternen Eindruck (wirkte [trotz Alkoholgenuss] nicht betrunken)
    • nicht mehr [ganz] nüchtern (leicht betrunken) sein
  2. ohne (nach dem nächtlichen Schlaf) schon etwas gegessen, getrunken zu haben
    Beispiele
    • die Tabletten morgens auf nüchternen Magen einnehmen
    • 〈in übertragener Bedeutung:〉 (salopp) das war ein Schreck auf nüchternen Magen (traf mich völlig unvorbereitet)
    1. sich auf das sachlich Gegebene, Zweckmäßige beschränkend; sachlich
      Beispiele
      • eine nüchterne Politikerin
      • eine nüchterne Einschätzung der Lage
      • nüchterne Zahlen, Tatsachen
      • etwas nüchtern beurteilen
      • ein nüchtern denkender Mensch
    2. auf das Zweckmäßige ausgerichtet; ohne schmückendes Beiwerk
      Beispiele
      • nüchterne (schmucklose) Fassaden
      • nüchterne (kahle) Wände
      • ein nüchterner (nicht anheimelnder, keine Behaglichkeit verbreitender) Raum
      • das Neonlicht wirkt nüchtern (kalt)
  3. ohne Würze, nicht genügend gesalzen
    Gebrauch
    veraltet, noch landschaftlich
    Beispiel
    • die Suppe ist, schmeckt nüchtern

Synonyme zu nüchtern

  • nicht betrunken; (umgangssprachlich emotional verstärkend) stocknüchtern, ohne Essen, ohne Frühstück

Antonyme zu nüchtern

Herkunft

mittelhochdeutsch nüehter(n), althochdeutsch nuohturn, nuohtarnīn < lateinisch nocturnus = nächtlich, ursprünglich = vor dem Frühgottesdienst noch nichts gegessen habend

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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