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kno­beln

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: kno|beln
Beispiel: ich knob[e]le

Bedeutungsübersicht

    1. mithilfe von Würfeln, Streichhölzern, Handzeichen o. Ä. eine Entscheidung herbeiführen, wer etwas Bestimmtes tun soll oder darf
    2. zum Zeitvertreib bestimmte, beim Knobeln verwendete Spiele machen
  1. (umgangssprachlich) angestrengt über die Lösung eines Problems nachdenken

Synonyme zu knobeln

brüten, sich Gedanken machen, grübeln, nachdenken, nachgrübeln, rätseln, sinnieren, überlegen, Überlegungen anstellen; (schweizerisch) werweißen; (gehoben) mit sich zurate gehen, [nach]sinnen; (bildungssprachlich) meditieren, reflektieren, Reflexionen anstellen; (umgangssprachlich) bebrüten, sich das Hirn zermartern, sich den Kopf zerbrechen, sich einen Kopf machen, herumknobeln, herumrätseln

Aussprache

Betonung: knobeln🔉

Herkunft

aus der Studentensprache, zu landschaftlich Knobel = Knöchel, (aus Knöcheln geschnittener) Würfel, zu Knochen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. mithilfe von Würfeln, Streichhölzern, Handzeichen o. Ä. eine Entscheidung herbeiführen, wer etwas Bestimmtes tun soll oder darf

      Beispiele

      • wir knobeln mit Streichhölzern, wer das Bier bezahlen muss
      • mit jemandem um eine Runde Schnaps knobeln
      • die Kinder knobelten um das letzte Stück Kuchen
    2. zum Zeitvertreib bestimmte, beim Knobeln (1a) verwendete Spiele machen

      Beispiele

      • während einer langen Bahnfahrt knobeln
      • wir knobeln abends gerne
  1. angestrengt über die Lösung eines Problems nachdenken

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiele

    • wir knobelten, wie man es machen könnte
    • an Verbesserungen, an einer neuen Methode knobeln
    • an diesem Rätsel habe ich lange geknobelt

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