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hin­ten

Wortart: Adverb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: hin|ten

Bedeutungsübersicht

auf der abgewandten oder zurückliegenden Seite, Rückseite; auf der entfernteren Seite, im zurückliegenden, entfernteren Teil, Abschnitt

Beispiele

  • die Öffnung ist hinten
  • jeder Wagen muss vorn und hinten ein Kraftfahrzeugkennzeichen haben
  • ich durfte nicht nach vorn, sondern musste hinten bleiben (zurückbleiben)
  • hinten im Auto
  • im Schubfach ganz [weit] hinten
  • hinten (verhüllend; am Gesäß) ein Geschwür haben
  • (umgangssprachlich) die anderen sind noch hinten (in ziemlich weitem Abstand [von hier])
  • ganz weit hinten
  • da hinten, dort hinten
  • hinten (weit weg) im Wald
  • hinten im Buch (in dem Teil, der zuletzt kommt)
  • das wird weiter hinten (unten) erklärt
  • ein Buch von vorn[e] bis hinten (ganz, gründlich) lesen
  • nach hinten (nach dem Hintergrund der Bühne hin) abgehen
  • (umgangssprachlich) nach hinten wohnen
  • der Wind kommt von hinten [her]
  • jemanden von hinten überfallen
  • etwas von vorn und hinten (von allen Seiten) betrachten
  • von hinten (vom Ende her) anfangen
  • (umgangssprachlich) von hinten (Coitus a Tergo; [beim Geschlechtsverkehr] den Rücken dem Mann zuwendend)
  • (zur spöttischen Kennzeichnung übertriebener Aufmerksamkeit gegenüber jemandem) wenn er da ist, heißt es gleich Herr Meier hinten, Herr Meier vorn

Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

  • hinten und vorn[e] (umgangssprachlich: in jeder Weise, Beziehung, in allen Dingen; bei jeder Gelegenheit: ihr Gehalt reicht hinten und vorn[e] nicht)
  • weder hinten noch vorn[e] (umgangssprachlich: in keiner Weise, Beziehung, nirgends)
  • nicht [mehr] wissen, wo hinten und vorn[e] ist (umgangssprachlich: sich überhaupt nicht mehr auskennen, zurechtfinden und völlig verwirrt sein)
  • es jemandem vorn[e] und hinten reinstecken (salopp abwertend: jemanden übermäßig mit Geschenken, Zuwendungen bedenken)
  • jemandem hinten hineinkriechen (hineinkriechen)
  • hinten nicht mehr hochkönnen (umgangssprachlich: 1. in einer schwierigen Lage, in Bedrängnis sein. 2. [alt und] körperlich am Ende sein.)
  • hinten Augen haben (umgangssprachlich: alles sehen, schnell bemerken, sehr aufmerksam, wachsam sein)
  • hinten keine Augen haben (umgangssprachlich: nicht sehen können, was hinter einem vor sich geht; meist als ärgerliche Erwiderung auf einen Vorwurf)
  • hinten bleiben (umgangssprachlich: zurückbleiben, in der Rang-, Reihenfolge an unbedeutender Stelle bleiben)
  • hinten sein (geistig, in der Entwicklung usw. zurückgeblieben sein)
  • jemanden am liebsten von hinten sehen (umgangssprachlich: jemanden sehr ungern bei sich sehen, jemandes Anwesenheit [durchweg] als lästig, störend empfinden und sich freuen, wenn er bald wieder geht)
  • jemanden von hinten ansehen (salopp: jemandem den Rücken zukehren, ihm Nichtachtung, Verachtung zeigen)

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu hinten

auf der Kehrseite/Rückseite, dahinten, dahinter, im zurückliegenden Abschnitt/Teil, rücklings, rückseitig, rückwärtig; (umgangssprachlich) hintendran; (österreichisch umgangssprachlich) rückwärts; (veraltet) hinterwärts; (Seemannssprache) achtern

Aussprache

Betonung: hịnten🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch hinden(e), althochdeutsch hintana, Herkunft ungeklärt

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