glau­ben

Wortart INFO
schwaches Verb
Häufigkeit INFO
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Rechtschreibung

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Worttrennung
glau|ben
Beispiel
er wollte mich glauben machen, dass …

Bedeutungen (3)

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    1. für möglich und wahrscheinlich halten, annehmen; meinen
      Beispiele
      • glaubst du, dass er kommt?
      • sie glaubte sich zu erinnern
      • er glaubte[,] den Mann zu kennen
      • ich glaube, dass ich das nachweisen kann
      • ich glaube, du spinnst, du bist verrückt!
      • (umgangssprachlich) [Ausdruck der Entrüstung, Ablehnung o. Ä.] ich glaube gar! (kommt nicht infrage!)
    2. fälschlich glauben, für jemanden oder etwas halten; wähnen
      Beispiele
      • sich allein, unbeobachtet glauben
      • ich glaubte mich im Recht
      • wir glaubten sie längst in Berlin
    1. für wahr, richtig, glaubwürdig halten; gefühlsmäßig von der Richtigkeit einer Sache oder einer Aussage überzeugt sein
      Beispiele
      • das glaubst du doch selbst nicht!
      • ich glaube schon, dass es sich so verhält
      • man muss nicht alles glauben, was in der Zeitung steht
      • sie glaubt jedes seiner Worte, glaubt ihm jedes Wort
      • wenn man seinen Worten glauben will
      • er hat die Nachricht nicht glauben wollen
      • man glaubt ihr die Tänzerin (sieht aus ihren Bewegungen, dass sie wirklich Tänzerin ist)
      • du glaubst nicht, wie ich mich freue! (ich freue mich sehr)
      • (umgangssprachlich) es ist so, ob du es glaubst oder nicht (es ist wirklich so)
      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
      • wers glaubt, wird selig [und wers nicht glaubt, kommt auch in den Himmel] (umgangssprachlich scherzhaft: ich glaube das niemals; vgl. Markus 16, 16)
      • das ist doch kaum/nicht zu glauben (umgangssprachlich: das ist unerhört)
    2. jemandem, einer Sache vertrauen, sich auf jemanden, etwas verlassen
      Beispiele
      • ich glaube an ihn, an seine Ehrlichkeit
      • an das Gute [im Menschen] glauben
      • an sich selbst glauben (Selbstvertrauen haben)
      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
      • jemanden etwas glauben machen wollen (jemandem etwas einzureden versuchen: sie wollte uns glauben machen, sie habe das Geld gefunden)
    1. vom Glauben (2a) erfüllt sein, gläubig sein
      Beispiele
      • fest, unbeirrbar glauben
      • zu glauben beginnen
    2. in seinem Glauben (2a) von der Existenz einer Person oder Sache überzeugt sein, etwas für wahr, wirklich halten
      Beispiele
      • an Gott, an die Auferstehung glauben
      • an Gespenster, an Wunder glauben
      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
      • dran glauben müssen (1. salopp; ums Leben kommen: bei dem Flugzeugabsturz mussten über 100 Menschen dran glauben. 2. umgangssprachlich; von etwas Unangenehmem betroffen sein, an der Reihe sein: heute muss sie dran glauben und das Geschirr spülen.)

Synonyme zu glauben

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Herkunft

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mittelhochdeutsch gelouben, althochdeutsch gilouben, ursprünglich = für lieb halten; gutheißen, zu lieb

Grammatik

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schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

Präsens

IndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich glaubeich glaube
du glaubstdu glaubest glaub, glaube!
er/sie/es glaubter/sie/es glaube
Pluralwir glaubenwir glauben
ihr glaubtihr glaubet glaubt!
sie glaubensie glauben

Präteritum

IndikativKonjunktiv II
Singularich glaubteich glaubte
du glaubtestdu glaubtest
er/sie/es glaubteer/sie/es glaubte
Pluralwir glaubtenwir glaubten
ihr glaubtetihr glaubtet
sie glaubtensie glaubten
Partizip I glaubend
Partizip II geglaubt
Infinitiv mit zu zu glauben

Wussten Sie schon?

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  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Aussprache

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Betonung
🔉glauben

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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