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gä­ren

Wortart: starkes und schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: |ren
Beispiele: es gor (auch, besonders in übertragener Bedeutung gärte); es göre (auch gärte); gegoren (auch gegärt); gär[e]!

Bedeutungsübersicht

    1. sich teilweise (besonders [schäumend] unter Bildung von Alkohol oder Milchsäure oder Buttersäure) zersetzen, sich in Gärung befinden
    2. zu bestimmten Zwecken in Gärung bringen
  1. in jemandem Unruhe [und Unzufriedenheit] verursachen

Synonyme zu gären

Aussprache

Betonung: gären🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch gern, jern, entstanden durch das Eindringen der r-Formen des Präteritums (mittelhochdeutsch jaren) von mittelhochdeutsch jesen, althochdeutsch jesan in den Präsensstamm und unter Einfluss des Anlautes von gar; eigentlich = aufwallen, brodeln

Grammatik

starkes und, besonders in übertragener Bedeutung, schwaches Verb

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. sich teilweise (besonders [schäumend] unter Bildung von Alkohol oder Milchsäure oder Buttersäure) zersetzen, sich in Gärung befinden

      Grammatik

      Perfektbildung mit »hat« oder »ist«

      Beispiele

      • der Most, das Bier gärt
      • der Teig gärte/gor
      • der Wein hat/ist gegoren/(seltener:) gegärt
      • der Wein ist zu Essig gegoren
      • gegorener (durch Gärung verdorbener) Saft
    2. zu bestimmten Zwecken in Gärung bringen

      Grammatik

      Perfektbildung mit »hat«

      Beispiel

      Bier, Tabak gären
  1. in jemandem Unruhe [und Unzufriedenheit] verursachen

    Grammatik

    Perfektbildung mit »hat«

    Beispiele

    • der Hass, die Wut, die Leidenschaft gärt in ihm
    • der Aufruhr gärte/(selten:) gor im Volk
    • <unpersönlich>: in ihm, in der Bevölkerung hatte es schon lange gegärt
    • gärende Wut

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