flie­ßen

Wortart:
starkes Verb
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
🔉fließen

Rechtschreibung

Worttrennung
flie|ßen
Beispiele
du fließt, er fließt; ich floss, du flossest; du flössest; geflossen; fließ[e]!; ineinanderfließen; ineinanderfließende Farben

Bedeutungen (3)

    1. (von flüssigen Stoffen, besonders Wasser) sich gleichmäßig und ohne Stocken fortbewegen
      Beispiele
      • das Wasser fließt spärlich [aus der Leitung]
      • hinter dem Haus fließt ein Bach
      • das Zimmer hat fließendes Wasser (Anschluss an die Wasserleitung)
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 der Sekt floss in Strömen (es wurde sehr viel Sekt getrunken)
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 es ist sehr viel Blut geflossen (viele Menschen wurden verwundet oder getötet)
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 die Gelder fließen reichlich (die Einnahmen sind reichlich)
    2. strömend irgendwohin gelangen
      Beispiele
      • die Isar fließt in die, zur Donau
      • die Elbe fließt (mündet) in die Nordsee
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 die Verse fließen ihm nur so aus der Feder
    3. sich ohne Stauung oder Stockung [von einem Ort zu einem anderen] bewegen
      Beispiel
      • der Verkehr fließt [durch einen Tunnel, auf sechs Spuren]
      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
      • alles fließt (alles verändert sich ständig; Übersetzung des griechischen Ausspruchs pánta rheĩ, der Heraklit [um 500 v. Chr.] zugeschrieben wird)
  1. [größere Mengen von] Flüssigkeit abgeben
    Beispiel
    • die Quelle fließt reichlich
  2. weich und wellig nach unten fallen
    Beispiel
    • das Haar fließt weich auf die Schultern

Herkunft

mittelhochdeutsch vlieʒen, althochdeutsch flioʒan, ursprünglich wohl = überfließen

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit „ist“

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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