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er­bar­men

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: er|bar|men

Bedeutungsübersicht

  1. (gehoben) jemandem aus Mitleid helfen
  2. jemandes Mitleid erregen; jemandem leidtun

Synonyme zu erbarmen

  • leidtun, Mitleid erregen; (gehoben) dauern, in der Seele wehtun, in die Seele schneiden
  • Anteil nehmen, mitfühlen, Mitgefühl zeigen, mitleiden, Mitleid haben, Teilnahme zeigen; (gehoben) sich barmherzig zeigen

Aussprache

Betonung: erbạrmen
Lautschrift: [ɛɐ̯ˈbarmən]

Herkunft

mittelhochdeutsch (er)barmen, althochdeutsch (ir)barmēn, aus der gotischen Kirchensprache, vgl. gotisch (ga)arman = sich erbarmen, Lehnübersetzung von lateinisch misereri (zu: miser = arm); das b der althochdeutschen Form gehört zum Präfix ab-, wurde aber zum Stamm gezogen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich erbarmeich erbarme 
 du erbarmstdu erbarmest erbarm, erbarme!
 er/sie/es erbarmter/sie/es erbarme 
Pluralwir erbarmenwir erbarmen 
 ihr erbarmtihr erbarmet 
 sie erbarmensie erbarmen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich erbarmteich erbarmte
 du erbarmtestdu erbarmtest
 er/sie/es erbarmteer/sie/es erbarmte
Pluralwir erbarmtenwir erbarmten
 ihr erbarmtetihr erbarmtet
 sie erbarmtensie erbarmten
Partizip I erbarmend
Partizip II erbarmt
Infinitiv mit zu zu erbarmen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. jemandem aus Mitleid helfen

    Grammatik

    sich erbarmen

    Gebrauch

    gehoben

    Beispiele

    • er hat sich meiner/(veraltet:) über mich erbarmt
    • Herr, erbarme dich unser/über uns
    • <in übertragener Bedeutung>: (scherzhaft) will sich keiner des letzten Stück Kuchens erbarmen? (sich dessen annehmen, es essen?)
  2. jemandes Mitleid erregen; jemandem leidtun

    Beispiel

    du erbarmst mich/(österreichisch:) mir

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