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be­set­zen

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: be|set|zen

Bedeutungsübersicht

  1. mit etwas verzieren, was aufgenäht, aufgeklebt o. Ä. wird
  2. belegen; reservieren, für sich in Anspruch nehmen
  3. an jemanden vergeben
    1. (ein Gebiet o. Ä.) erobern und darin Truppen stationieren, militärisch einnehmen und als fremde Macht beherrschen
    2. in Besitz nehmen
    3. mit Posten versehen und kontrollieren

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu besetzen

Aussprache

Betonung: besẹtzen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch besetzen, althochdeutsch bisezzen, zu setzen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich besetzeich besetze 
 du besetztdu besetzest besetz, besetze!
 er/sie/es besetzter/sie/es besetze 
Pluralwir besetzenwir besetzen 
 ihr besetztihr besetzet
 sie besetzensie besetzen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich besetzteich besetzte
 du besetztestdu besetztest
 er/sie/es besetzteer/sie/es besetzte
Pluralwir besetztenwir besetzten
 ihr besetztetihr besetztet
 sie besetztensie besetzten
Partizip I besetzend
Partizip II besetzt
Infinitiv mit zu zu besetzen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. mit etwas verzieren, was aufgenäht, aufgeklebt o. Ä. wird

    Beispiel

    ein Kleid mit Spitzen, einen Mantel mit Pelz besetzen
  2. belegen; reservieren, für sich in Anspruch nehmen

    Beispiele

    • Stühle, einen Fensterplatz im Abteil besetzen
    • es wurde gefordert, dass die Partei die Sozialpolitik besetzen soll (sich auf diesem Gebiet verstärkt profilieren soll)
    • <häufig im 2. Partizip>: die Toilette ist besetzt (nicht frei)
    • alle Tische sind [voll] besetzt (an den Tischen ist kein Platz mehr frei)
    • das Theater, der Zug war bis auf den letzten Platz besetzt (es war kein Platz mehr frei)
    • es/die Leitung ist besetzt (es wird gerade telefoniert)
    • dieser Abend ist leider schon besetzt (für anderes vorgesehen)
    • (umgangssprachlich) der Direktor ist besetzt ([anderweitig] in Anspruch genommen)
    • <in übertragener Bedeutung>: mit Hassgefühlen besetzte (Psychologie; eng verknüpfte, assoziierte) Vorstellungen
    • <in übertragener Bedeutung>: die zweite Stelle der Relation ist mit einer Variablen besetzt (Logik; ausgefüllt)
  3. an jemanden vergeben

    Beispiele

    • einen Ausschuss paritätisch besetzen
    • die Stelle muss neu besetzt werden
    • der Wettbewerb ist stark besetzt (es nehmen sehr gute Leute teil)
    • die Oper, der Film ist hervorragend, mit guten Leuten besetzt (hat eine sehr gute Besetzung 2b)
    1. (ein Gebiet o. Ä.) erobern und darin Truppen stationieren, militärisch einnehmen und als fremde Macht beherrschen

      Beispiele

      • ein Land, eine Stadt besetzen
      • besetzte Gebiete
    2. in Besitz nehmen

      Beispiele

      • ein Haus besetzen (ein leer stehendes [für den Abbruch vorgesehenes] Haus ohne Einwilligung des Eigentümers beziehen, um dort zu wohnen)
      • die Aufständischen besetzten das Rathaus (brachten es in ihre Gewalt)
      • die Demonstrierenden besetzten ein Baugelände, ein Waldstück (zogen dorthin, hielten sich dort auf, um gegen die geplante Verwendung zu demonstrieren)
    3. mit Posten versehen und kontrollieren

      Beispiel

      die Polizei hatte alle Ausgänge besetzt

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